Startseite AllgemeinDer neuseeländisch‑amerikanische Kriegsberichterstatter Peter Arnett ist im Alter von 91 Jahren gestorben

Der neuseeländisch‑amerikanische Kriegsberichterstatter Peter Arnett ist im Alter von 91 Jahren gestorben

Peter Arnett, Pulitzer‑Gewinner und weltbekannter Kriegsreporter, ist im Alter von 91 Jahren an Prostatakrebs gestorben. Karriere, Einsätze und Lebensstationen.

von Mike Schwarz
Peter Arnett, Pulitzer‑Gewinner und weltbekannter Kriegsreporter, ist im Alter von 91 Jahren an Prostatakrebs gestorben. Karriere, Einsätze und Lebensstationen.

Der neuseeländisch‑amerikanische Journalist und vielfach ausgezeichnete Kriegsberichterstatter Peter Arnett ist am 17. Dezember 2025 im Alter von 91 Jahren im kalifornischen Newport Beach an den Folgen von Prostatakrebs gestorben, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf Associated Press. Arnett, der für seine detaillierten und oft gefährlichen Berichte aus Konfliktzonen bekannt war, hinterlässt seine Frau Nina sowie die Kinder Elsa und Andrew. Während seiner Karriere arbeitete er für internationale Nachrichtenagenturen und wurde insbesondere durch seine Live‑Berichterstattung aus Bagdad während des ersten Golfkriegs weltbekannt.

Peter Gregg Arnett wurde am 13. November 1934 in Riverton, Neuseeland, geboren und wuchs mit familiären Wurzeln im Ngāi Tahu‑Māori‑Stamm auf. Seine journalistische Laufbahn begann er kurz nach der Schule bei der Regionalzeitung Southland Times und entwickelte sich schnell zu einem Korrespondenten für internationale Konflikte. Für seine Berichterstattung über den Vietnamkrieg wurde er 1966 mit dem Pulitzer Prize für internationale Berichterstattung ausgezeichnet, eine der höchsten Auszeichnungen im Journalismus.

In den frühen 1960er‑Jahren berichtete Arnett für die Associated Press aus Südostasien und blieb bis zum Fall Saigons 1975 in Vietnam. Seine Arbeiten zeichneten sich durch Augenzeugen‑Berichte aus unmittelbarer Nähe des Geschehens aus, was ihm Anerkennung, aber auch Risiken einbrachte. Nach seiner Zeit bei der AP wechselte er 1981 zu CNN, wo er 1991 als einer der wenigen westlichen Reporter live aus dem belagerten Bagdad während des Golfkriegs sendete. Diese Übertragungen verstärkten seine internationale Bekanntheit.

Arnett führte im Laufe seiner Karriere auch Interviews mit zentralen Figuren wie Saddam Hussein und Osama bin Laden und berichtete über zahlreiche weitere Konflikte weltweit. Seine berufliche Reputation war geprägt von tiefem Engagement und häufigen Aufenthalten in gefährlichen Kriegsgebieten, was ihm sowohl Respekt als auch Kontroversen einbrachte. Nach seiner aktiven Journalistentätigkeit lehrte er später Journalismus in China. Seinen Lebensabend verbrachte er mit seiner Frau in Südkalifornien, wo er bis zu seinem Tod lebte.

Zuvor schrieben wir über USA erwägen militärische Reaktion bei erneutem Bruch eines Ukraine-Abkommens

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