Startseite Allgemein„Er hat mir alles genommen“: Romi Gonen spricht erstmals über 471 Tage Hamas-Gefangenschaft

„Er hat mir alles genommen“: Romi Gonen spricht erstmals über 471 Tage Hamas-Gefangenschaft

Romi Gonen (25) berichtet in einem TV-Interview über 471 Tage als Hamas-Geisel nach ihrer Entführung vom Nova-Festival und über erlittene sexuelle Gewalt.

von Mike Schwarz
Romi Gonen (25) berichtet in einem TV-Interview über 471 Tage als Hamas-Geisel nach ihrer Entführung vom Nova-Festival und über erlittene sexuelle Gewalt.

Die 25-jährige Israelin Romi Gonen hat erstmals öffentlich über ihre monatelange Gefangenschaft bei Hamas-Terroristen gesprochen und schildert in einem Fernsehinterview die Erfahrungen, die sie nach ihrer Entführung vom Nova-Musikfestival machen musste, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf das Interview im israelischen Fernsehen auf Kanal 12.

Romi Gonen war insgesamt 471 Tage in der Gewalt der Hamas, nachdem sie während des Angriffs auf das Nova-Festival verschleppt worden war. In dem Gespräch beschreibt sie, dass sie während der Gefangenschaft schwerster psychischer und sexueller Gewalt ausgesetzt war. Die junge Frau erklärte, sie habe sich bewusst dazu entschieden, ihre Geschichte öffentlich zu machen, um auf das Schicksal der israelischen Geiseln aufmerksam zu machen und das erlebte Grauen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Im Interview mit dem israelischen Fernsehsender Kanal 12 berichtet Gonen detailliert über die Bedingungen ihrer Gefangenschaft und die Auswirkungen der Gewalt auf ihr Leben. Sie schildert, dass ihr Peiniger ihr „alles genommen“ habe und dass die Zeit in Geiselhaft ihr gesamtes bisheriges Leben grundlegend verändert habe. Die Aussagen zeichnen ein Bild systematischer Misshandlungen und einer permanenten Bedrohungslage.

Gonen betont, dass sie lange gezögert habe, öffentlich über ihre Erlebnisse zu sprechen. Ausschlaggebend sei letztlich der Wunsch gewesen, der internationalen Öffentlichkeit zu zeigen, welchen extremen Belastungen die von der Hamas verschleppten Menschen ausgesetzt waren. Ihrer Aussage zufolge dürfe das Leid der Geiseln weder relativiert noch verdrängt werden.

Das Interview wurde am 27. Dezember ausgestrahlt und enthält explizite Schilderungen von Gewalt. Die Redaktion weist ausdrücklich darauf hin, dass der Inhalt für manche Leserinnen und Leser belastend sein kann.

Zuvor schrieben wir über Kommandeur des „Russischen Freiwilligenkorps“ Denis Kapustin getötet.

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