Bei einer landesweiten Razzia gegen mutmaßliche Mitglieder des „Islamischen Staates“ (IS) in der westtürkischen Stadt Yalova sind mindestens neun Menschen, darunter drei Polizisten, getötet worden, berichtet 4thebike.de. Innenminister Ali Yerlikaya teilte mit, dass sechs der getöteten IS-Mitglieder türkische Staatsbürger gewesen seien. Acht weitere Polizisten sowie ein Wachmann wurden bei den Gefechten verletzt.
Das Feuergefecht entstand, als Sicherheitskräfte ein Haus stürmten, in dem sich die Verdächtigen versteckt hatten. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu wurden Spezialkräfte aus der benachbarten Provinz Bursa hinzugezogen, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Der private Fernsehsender NTV berichtete, dass sich die Schießerei auf umliegende Straßen ausgedehnt habe. Behörden sperrten fünf Schulen und unterbrachen die Strom- und Gasversorgung in dem betroffenen Viertel, während Zivilisten und Fahrzeuge keinen Zutritt mehr hatten.
Die türkische Polizei hatte bereits in der Vorwoche bei landesweiten Razzien 115 mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen, die Anschläge auf Weihnachts- und Neujahrsfeiern geplant haben sollen. Nach offiziellen Angaben hatte die Gruppe zu Angriffen während der Feiertage aufgerufen. In den vergangenen Jahren verübte der IS eine Reihe tödlicher Anschläge in der Türkei, darunter den Angriff auf einen Istanbuler Nachtclub während der Neujahrsfeier am 1. Januar 2017, bei dem 39 Menschen getötet wurden.
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