Die kürzlich vom US-Justizministerium veröffentlichten Dokumente zum Fall des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein zeigen neue Details über den US-Handelsminister Howard Lutnick, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf Spiegel. Unter den mehr als drei Millionen Seiten tauchen E-Mails auf, die Lutnicks Besuche auf Epsteins Privatinsel Little Saint James belegen, was zuvor von dem Minister bestritten wurde.
Laut den Unterlagen vereinbarten Lutnick und Epstein am 23. Dezember 2012 ein Mittagessen auf der Karibikinsel. Lutnicks Ehefrau hatte ihre Ankunft per Boot angekündigt, woraufhin Epsteins Assistentin später eine Nachricht ihres Chefs mit dem Inhalt „Schön, euch zu sehen“ weiterleitete. Diese Angaben widersprechen früheren Aussagen von Lutnick, der in einem Podcast erklärt hatte, er habe den Kontakt zu Epstein bereits um 2005 beendet, nachdem dieser eine anzügliche Bemerkung gemacht habe. Ein Sprecher des Handelsministeriums betonte, Lutnick habe nur begrenzten Kontakt zu Epstein im Beisein seiner Frau gehabt und sei nie eines Fehlverhaltens beschuldigt worden.
Die Akten enthalten zudem zahlreiche Hinweise auf Präsident Donald Trump. Eine E-Mail aus dem Jahr 2012 fragte, was Epstein davon halte, nach Weihnachten Trumps Klub Mar-a-Lago zu besuchen – Jahre nachdem Trump angeblich die Freundschaft beendet hatte. Außerdem findet sich eine Nachricht von Melania Trump an Epsteins Partnerin und spätere Mitverschwörerin Ghislaine Maxwell aus dem Jahr 2002, in der sie einen Artikel über Epstein lobt.
Die Dokumente umfassen auch interne E-Mails von Bundesermittlern aus dem August 2025 zu Vorwürfen gegen Trump. Die Ermittlungen ergaben jedoch keine Hinweise auf bestätigte Anschuldigungen, und mehrere Anklägerinnen wurden als nicht glaubwürdig eingestuft. Am Freitagabend hatte das Justizministerium die Unterlagen zusammen mit 2000 Videos und 180.000 Bildern freigegeben. Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche erklärte, damit sei die geplante Aktenfreigabe abgeschlossen.
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