Startseite AllgemeinMarius Borg Høiby festgenommen: Messerbedrohung in Oslo bringt Prozess in Gefahr

Marius Borg Høiby festgenommen: Messerbedrohung in Oslo bringt Prozess in Gefahr

Neue Festnahme von Marius Borg Høiby in Oslo: Messerbedrohung, Kontaktverbot und 38 Anklagepunkte könnten den Prozessbeginn verzögern.

von Mike Schwarz
Neue Festnahme von Marius Borg Høiby in Oslo: Messerbedrohung, Kontaktverbot und 38 Anklagepunkte könnten den Prozessbeginn verzögern.

Der für Dienstag um 9.30 Uhr angesetzte Prozess gegen Marius Borg Høiby (29), den Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, könnte kurzfristig ausgesetzt werden, nachdem der Beschuldigte am Sonntagabend in Oslo erneut festgenommen wurde, berichtet 4thebike.de auf BILD. Die aktuellen Entwicklungen werfen erhebliche Fragen zum weiteren Ablauf des Verfahrens auf.

Nach Angaben der norwegischen Behörden erfolgte die Festnahme aufgrund neuer Vorwürfe, die mutmaßliche Körperverletzung, eine Bedrohung mit einem Messer sowie einen Verstoß gegen ein bestehendes Kontaktverbot umfassen. Die Polizei bestätigte gegenüber der Zeitung „VG“, dass sich der Messerangriff am vergangenen Wochenende ereignet habe. Demnach soll Høiby wiederholt Kontakt zu einem mutmaßlichen Opfer aufgenommen haben, obwohl ihm dies ausdrücklich untersagt worden war. Die Ermittler sehen eine Wiederholungsgefahr.

Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin Untersuchungshaft. Über diesen Antrag entscheidet nun ein Richter. Sollte dem Antrag stattgegeben werden, müsste Høiby für zunächst vier Wochen in Untersuchungshaft bleiben. Alternativ prüfen die Behörden nach Informationen aus Ermittlerkreisen auch eine Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung. In diesem Fall gilt es als wahrscheinlich, dass der für diese Woche geplante Prozessbeginn nicht stattfinden kann.

Die Anklage im anstehenden Verfahren umfasst insgesamt 38 Punkte. Dazu zählen schwere Vorwürfe wie mehrere mutmaßliche Vergewaltigungen, weitere Fälle von Körperverletzung sowie Drogendelikte. Im Falle einer Verurteilung drohen dem Beschuldigten nach norwegischem Recht bis zu 16 Jahre Haft.

Zu den schwerwiegendsten Punkten der Anklage gehören vier mutmaßliche Vergewaltigungen sowie körperliche und psychische Misshandlungen mehrerer früherer Partnerinnen. Die Ermittlungsbehörden geben an, über Bild- und Videomaterial zu verfügen, das die Aussagen der mutmaßlichen Opfer stützen soll. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft sollen einige der Taten begangen worden sein, während die betroffenen Frauen schliefen oder alkoholisiert waren.

Öffentlich äußerte sich Høiby bislang nur einmal zu den Vorwürfen. Nach einer früheren Festnahme räumte er ein, unter dem Einfluss von Kokain und Alkohol gehandelt zu haben, und sprach von seit Langem bestehenden Drogenproblemen. Die darauf folgenden Ermittlungen führten zu weiteren Anschuldigungen, die nun gebündelt vor Gericht verhandelt werden sollten. Ob es dazu wie geplant kommt, ist nach der jüngsten Festnahme offen.

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