Startseite AllgemeinKreml weist Vorwürfe der Nawalny-Vergiftung energisch zurück – europäische Länder präsentieren Belege

Kreml weist Vorwürfe der Nawalny-Vergiftung energisch zurück – europäische Länder präsentieren Belege

Kreml weist Vorwürfe der Vergiftung von Alexej Nawalny zurück, europäische Länder präsentieren Beweise für tödliches Nervengift – politische Spannungen wachsen.

von Mike Schwarz
Kreml weist Vorwürfe der Vergiftung von Alexej Nawalny zurück, europäische Länder präsentieren Beweise für tödliches Nervengift – politische Spannungen wachsen.

Der Kreml hat die Anschuldigungen über eine Vergiftung des verstorbenen russischen Oppositionsführers Alexej Nawalny entschieden zurückgewiesen. Mehrere europäische Staaten hatten am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz vor zwei Jahren bekannt gegeben, dass sie Beweise für eine gezielte Tötung Nawalnys mit einem tödlichen Nervengift entdeckt hätten, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf die tagesschau. Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow akzeptiert Russland diese Vorwürfe nicht, betrachtet sie als voreingenommen und unbegründet und widerspricht jeglichen Anschuldigungen.

Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Schweden und die Niederlande hatten gemeinsam erklärt, dass Nawalny mit einem hochtoxischen Pfeilgiftfrosch-Gift getötet worden sei. Bundesaußenminister Johann Wadephul betonte, dass nur der russische Staat über die Mittel und Möglichkeiten verfügt habe, eine solche Vergiftung durchzuführen. Die Witwe Nawalnys, Julia Nawalnaja, lebt mittlerweile im Exil und wirft dem Kreml Mord an ihrem Ehemann vor. Sie präsentierte zusammen mit Wadephul die Laborbefunde, die auf eine gezielte Tötung durch Nervengift hindeuten.

Russische Behörden hingegen behaupten, Nawalny sei eines natürlichen Todes gestorben. Trotz wiederholter Bitten der Familie habe der Staat die Herausgabe der Leiche verzögert, was die Analyse möglicher Giftspuren erschwert habe. Der Weg, auf dem Gewebeproben Nawalnys in den Westen gelangten, bleibt weiterhin unklar.

Die Diskussion über die Todesumstände Nawalnys hat internationale politische Spannungen verschärft und steht weiterhin im Fokus von Sicherheits- und Außenpolitikern in Europa.

Zuvor schrieben wir Hamburg ÖPNV am Mittwoch: VHH-Busse eingeschränkt, U-Bahn-Streikzeiten noch unklar

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