Startseite AllgemeinKölner Dom führt Eintritt für Touristen ein: Besucher sollen ab 2026 für Zugang zahlen

Kölner Dom führt Eintritt für Touristen ein: Besucher sollen ab 2026 für Zugang zahlen

Der Kölner Dom führt ab der zweiten Hälfte 2026 Eintritt für Touristen ein. Grund sind steigende Kosten für Betrieb, Schutz und Pflege der Kathedrale.

von Mike Schwarz
Der Kölner Dom führt ab der zweiten Hälfte 2026 Eintritt für Touristen ein. Grund sind steigende Kosten für Betrieb, Schutz und Pflege der Kathedrale.

Der Kölner Dom soll für touristische Besucher künftig kostenpflichtig werden. Damit reagiert das Domkapitel auf steigende Ausgaben für Instandhaltung, Sicherheit und den laufenden Betrieb der Kathedrale, сообщает 4thebike.de mit Verweis auf bild.de.

Die Gebühr soll nach Angaben der Verantwortlichen in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 eingeführt werden. Ziel der Maßnahme ist es, die finanzielle Situation der bekanntesten Kirche Deutschlands zu stabilisieren. Die Entscheidung wurde auf einer Pressekonferenz in Köln vorgestellt, bei der Vertreter des Domkapitels über die aktuellen Herausforderungen bei der Finanzierung des historischen Bauwerks informierten.

Dompropst Guido Assmann erklärte am Donnerstag, dass zusätzliche Einnahmequellen notwendig seien, um den Betrieb langfristig zu sichern. Nach seinen Worten müsse die Institution ihre Einnahmenseite stärken, um die steigenden Kosten bewältigen zu können. Gleichzeitig betonte er, dass der Zugang zum Dom für Gottesdienste und individuelles Gebet weiterhin kostenfrei bleiben soll. Besucher, die ausschließlich religiöse Angebote wahrnehmen möchten, sollen auch künftig ohne Eintritt in die Kathedrale gelangen können.

Ein konkretes Modell für die Umsetzung des neuen Eintrittssystems befindet sich derzeit noch in der Entwicklung. Laut Assmann arbeitet das Domkapitel an einem Konzept, das die praktische Organisation des Zugangs regeln soll. Auch die genaue Höhe der Gebühr steht bislang nicht fest.

Hintergrund der Entscheidung ist eine angespannte Finanzlage. Nach Angaben der Verantwortlichen überstiegen die Ausgaben für den Betrieb des Kölner Doms im Jahr 2024 die Einnahmen leicht. Die Kosten lagen bei rund 14,2 Millionen Euro, während sich die Einnahmen auf etwa 14 Millionen Euro beliefen. Zu den wichtigsten Ausgaben zählen Wartung und Restaurierung des Bauwerks, Sicherheitsmaßnahmen sowie der tägliche Betrieb der Anlage.

Traditionell war der Zugang zum Dom bislang kostenlos. Die Kathedrale ist in der Regel täglich von etwa 6 bis 20 Uhr geöffnet, wobei Gottesdienste im Tagesablauf Vorrang haben. Bereits heute müssen Besucher jedoch für bestimmte Angebote bezahlen, etwa für geführte Touren oder für den Aufstieg auf einen der Türme.

Der Kölner Dom gehört mit rund sechs Millionen Besuchern pro Jahr zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Die gotische Kathedrale zieht sowohl Pilger als auch Touristen aus aller Welt an.

In Deutschland ist der Eintritt in Kirchen in den meisten Fällen frei. Dennoch werden auch hierzulande für spezielle Bereiche oder Angebote häufig Gebühren erhoben, etwa für Turmbesteigungen oder Ausstellungen von Kirchenschätzen. In vielen anderen Ländern Europas ist es zudem üblich, für den Zugang zu bedeutenden Kirchengebäuden Eintritt zu verlangen.

Zuvor schrieben wir über Tricia Tuttle bleibt Berlinale-Intendantin: Kodex und Forum beschlossen

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