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Serbien kauft CM 400 Hyperschallraketen: Vučić reagiert auf NATO

Serbien kauft chinesische Hyperschallraketen CM 400, um auf mögliche NATO-Bedrohungen zu reagieren, während es Neutralität bewahrt und Armee modernisiert.

von Mike Schwarz
Serbien kauft chinesische Hyperschallraketen CM 400, um auf mögliche NATO-Bedrohungen zu reagieren, während es Neutralität bewahrt und Armee modernisiert.

Serbien hat offiziell den Erwerb neuartiger Hyperschallraketen vom Typ CM 400 aus China bestätigt, um auf mutmaßliche Bedrohungen durch NATO-Staaten auf dem Balkan zu reagieren, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf tagesschau. Präsident Aleksandar Vučić erklärte im nationalen Sender RTS, dass Serbien einen kleinen Rabatt erhalten habe, die Raketen aber dennoch teuer und sehr effektiv seien. In den vergangenen Jahren modernisiert Serbien seine Armee systematisch und verstärkt personell, wobei mehr als 60 Prozent der militärischen Beschaffungen aus China stammen, was die geopolitische Balance des Landes verdeutlicht.

In seiner Erklärung verwies Vučić auf die militärische Kooperation zwischen Kroatien, Albanien und dem Kosovo, die vor einem Jahr gegründet wurde, und bezeichnete das Bündnis als potenzielle Bedrohung für Serbien. Gleichzeitig betonte der Präsident, dass Serbien die Neutralität bewahren und keine NATO-Staaten angreifen werde. Der Kauf der Raketen erfolgt im Rahmen einer Strategie, militärische Eigenständigkeit zu sichern, während zugleich gute Beziehungen zur NATO gepflegt werden.

Experten innerhalb Serbiens sehen die Raketen eher als symbolische Demonstration von Stärke. Der Militäranalyst Aleksandar Radić äußerte, dass politische Führungen sowohl in Serbien als auch in Kroatien Nationalismus für innenpolitische Zwecke nutzen und so den Eindruck eines Rüstungswettlaufs erzeugen. Dennoch bleibt Serbien formal ein militärisch neutrales Land, das strategisch eigenständig agieren muss.

Die Entscheidung Vučićs, militärisch auf China zu setzen, unterstreicht den geopolitischen Spagat Serbiens: Einerseits hält das Land an EU-Beitrittsambitionen fest und kauft Kampfflugzeuge aus Frankreich, andererseits intensiviert es die Zusammenarbeit mit autoritär geführten Staaten wie China und Russland. Die neuen Raketen erweitern das Arsenal Serbiens und markieren einen signifikanten Schritt in der Modernisierung der Armee.

Zuvor schrieben wir über Polens Präsident Nawrocki blockiert 44-Milliarden-EU-Rüstungskredit und präsentiert eigenen Plan

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