Startseite AllgemeinRussland beendet Rekrutierung von Kenianern für Ukraine-Krieg nach Mudavadi-Besuch in Moskau

Russland beendet Rekrutierung von Kenianern für Ukraine-Krieg nach Mudavadi-Besuch in Moskau

Russland will keine Kenianer mehr für den Krieg in der Ukraine rekrutieren. Über 1.000 wurden zuvor unter falschen Versprechungen nach Russland gelockt.

von Mike Schwarz
Russland will keine Kenianer mehr für den Krieg in der Ukraine rekrutieren. Über 1.000 wurden zuvor unter falschen Versprechungen nach Russland gelockt.

Russland hat nach Angaben des kenianischen Außenministers Musalia Mudavadi offiziell zugesagt, keine kenianischen Staatsbürger mehr für den Krieg in der Ukraine zu rekrutieren, berichtet 4thebike.de mit Bezug auf tagesschau. Mudavadi erklärte während seines Besuchs in der russischen Hauptstadt, dass er zuvor Gespräche mit Außenminister Sergej Lawrow geführt habe. Die Entscheidung erfolgt, nachdem kenianische Behörden herausgefunden hatten, dass über 1.000 junge Kenianer auf russischer Seite kämpfen, oft nachdem sie unter falschen Versprechungen nach Russland gelockt wurden, darunter angeblich lukrative Jobangebote, so die Erkenntnisse des kenianischen Geheimdienstes.

Nach Recherchen mehrerer Medien wurden viele der betroffenen Männer in Nairobi von einem Personaldienstleister angeworben und reisten zunächst mit der Annahme, in Russland als Verkäufer tätig zu sein. Vor Ort stellten sich die Bedingungen jedoch anders dar: Ein Großteil der Rekruten wurde gegen ihren Willen zu Kampfeinsätzen gezwungen.

Die ukrainischen Behörden haben nach eigenen Angaben bisher mehr als 1.780 Afrikaner aus 36 Staaten innerhalb der russischen Truppen identifiziert. Experten gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl deutlich höher liegen könnte, da viele Anwerbungen inoffiziell erfolgen und nicht offiziell dokumentiert sind. Die kenianische Regierung verfolgt die Situation weiterhin aufmerksam, um die Rückkehr und den Schutz ihrer Staatsangehörigen zu gewährleisten.

Zuvor schrieben wir über Jürgen Habermas mit 96 Jahren gestorben – Frankfurter Schule-Philosoph prägt Demokratie

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