Startseite AllgemeinSchweiz: 60-Jähriger zündet sich in Postauto-Bus an – sechs Tote, fünf Verletzte

Schweiz: 60-Jähriger zündet sich in Postauto-Bus an – sechs Tote, fünf Verletzte

Sechs Tote und fünf Verletzte in Kerzers: Ein 60-jähriger Schweizer zündete sich in einem Postauto-Bus an, Ermittler gehen von Brandstiftung aus.

von Mike Schwarz
Sechs Tote und fünf Verletzte in Kerzers: Ein 60-jähriger Schweizer zündete sich in einem Postauto-Bus an, Ermittler gehen von Brandstiftung aus.

Am Dienstagabend kam es in Kerzers (Schweiz) zu einem verheerenden Brand in einem Linienbus des Unternehmens Postauto. Sechs Menschen starben, fünf weitere wurden verletzt, darunter auch ein Ersthelfer, berichten 4thebike.de mit Verweis auf Bild. Den bisherigen Ermittlungen zufolge wurde das Feuer absichtlich gelegt. Die Kantonspolizei Freiburg stellte auf einer Pressekonferenz den aktuellen Stand der Ermittlungen vor und bestätigte, dass Brandbeschleuniger verwendet wurde.

Gegen 18:25 Uhr gingen die ersten Notrufe ein, nachdem Zeugen beobachtet hatten, wie Fahrgäste in Flammen aus dem Bus rannten. Feuerwehr und Polizei rückten mit einem Großaufgebot an, um die Situation zu bewältigen. Die Opfer konnten bisher noch nicht offiziell identifiziert werden, die Verletzten befinden sich in unterschiedlichen Krankenhäusern. Polizeikommandant Philippe Allain erklärte, dass die Ermittler von Brandstiftung ausgehen.

Nach bisherigen Erkenntnissen stieg gegen 17:45 Uhr ein 60-jähriger Schweizer in den Bus ein und übergoss sich in der Mitte des Fahrzeugs mit Benzin, bevor er sich selbst anzündete. Zeugen berichten, dass der Mann offenbar alleine handelte. Generalstaatsanwalt Raphael Bourquin betonte, dass derzeit keine Hinweise auf ein terroristisches Motiv vorliegen. Polizeikommandant Allain ergänzte, dass der Mann möglicherweise psychisch instabil war und von seiner Familie als vermisst gemeldet wurde.

Die sechs Todesopfer sollen am Mittwoch identifiziert werden. Kripo-Chef Nicolas Fürst gab an, dass die Opfer zwischen 16 und 63 Jahre alt seien. Die Obduktionen stehen noch aus, und die Ermittler analysieren die Spuren des Brandbeschleunigers, um den genauen Ablauf der Tragödie zu rekonstruieren. Staatsrat Philippe Demierre äußerte sein tiefes Mitgefühl für die betroffenen Familien. Die Polizei wertet zudem Überwachungsvideos aus und befragt weitere Zeugen, um die Ursache und Ausbreitung des Feuers vollständig zu klären.

Die Kantonspolizei Freiburg bittet Personen, die am Tatort Hinweise geben können, insbesondere jene, die sich gegen 17:45 Uhr an der Bushaltestelle in Guin aufhielten, sich unter der Nummer 026 347 01 17 zu melden.

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