Startseite CryptoBafin beschränkt das Geschäft von N26 massiv wegen Mängeln im Risikomanagement

Bafin beschränkt das Geschäft von N26 massiv wegen Mängeln im Risikomanagement

Bafin greift gegen N26 durch: Maßnahmenpaket wegen gravierender Mängel im Risikomanagement und Kreditgeschäft tritt in Kraft.

von Mike Schwarz
Bafin greift gegen N26 durch: Maßnahmenpaket wegen gravierender Mängel im Risikomanagement und Kreditgeschäft tritt in Kraft.

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat aufgrund erheblicher Mängel bei der Onlinebank N26 ein umfassendes Maßnahmenpaket angeordnet, um die ordnungsgemäße Organisation des Bankbetriebs sicherzustellen, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf die spiegel. Die Aufsichtsbehörde setzte unter anderem einen Sonderbeauftragten ein, erhöhte die Eigenmittelanforderungen und untersagte N26, in den Niederlanden Neugeschäft mit Hypothekarkrediten zu betreiben.

Die Anordnungen basieren auf Ergebnissen einer Sonderprüfung aus dem Jahr 2024 sowie der Prüfung des Jahresabschlusses für dasselbe Jahr. Dabei wurden insbesondere gravierende Defizite im Risiko- und Beschwerdemanagement sowie in der Organisation des Kreditgeschäfts festgestellt. Laut Bafin verstieß das Institut damit gegen Vorgaben des Kreditwesengesetzes. Zusätzlich untersagte die Behörde die Verbriefung von Forderungen aus dem Hypothekengeschäft. Die Maßnahmen sind bereits rechtskräftig.

N26 erklärte, dass man in engem und konstruktivem Austausch mit den Aufsichtsbehörden sowie dem Sonderbeauftragten stehe und die Umsetzung der angeordneten Maßnahmen in den kommenden Monaten aktiv vorantreibe. Dazu gehören Anpassungen der Governance-Struktur, Prozesse und Kontrollmechanismen. Alle relevanten Bereiche arbeiteten seit Anfang 2025 an einer schnellen Umsetzung.

Die Onlinebank steht seit längerem wegen Defiziten in der Geldwäscheprävention und im Risikomanagement unter Kritik. Bereits im August führte der Druck der Bafin zu Veränderungen in der Führungsebene: Mitgründer Valentin Stalf trat damals vom Vorstand zurück. Zuvor hatte die Finanzaufsicht die Aufnahme von Neukunden eingeschränkt und aufgrund verspätet gemeldeter Geldwäsche-Verdachtsfälle ein Bußgeld von 9,2 Millionen Euro verhängt.

Zuvor schrieben wir über Kevin Kühnert wird Lobbyist bei Finanzwende: Neue Aufgaben in Steuer- und Finanzpolitik

Das könnte dir auch gefallen