Warren Buffett tritt zum Ende des Jahres 2025 als CEO von Berkshire Hathaway zurück, berichtet 4thebike.de mit Bezug auf Fool. Fast 60 Jahre lang prägte der „Oracle of Omaha“ die Strategie von Berkshire Hathaway und machte das Unternehmen zu einem der renommiertesten Investmenthäuser weltweit. Ab 2026 übernimmt Greg Abel die Leitung von Berkshire Hathaway und tritt damit in die Fußstapfen von Buffett. Vor diesem Hintergrund rückt eine bemerkenswerte Entscheidung des Unternehmens Ende 2024 erneut in den Fokus.
Ende 2024 hatte Berkshire Hathaway seine Positionen in zwei bedeutenden S&P-500-ETFs verkauft: dem Vanguard S&P 500 ETF (VOO) und dem SPDR S&P 500 ETF Trust (SPY). Diese ETFs waren Teil von Buffetts langfristiger Strategie, die auf breiter Diversifikation über den S&P 500 basiert und Anlegern Zugang zu Blue-Chip-, Wachstums- und Dividendenaktien bietet. Laut dem 13F-Bericht für das vierte Quartal 2024, der beim US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht wurde, wurden diese Positionen im späten Verlauf des Jahres abgegeben.
Ein möglicher Grund für den Verkauf könnte laut Analysten Buffetts konservativer Anlagephilosophie entspringen. Buffett gilt als konträrer Investor, der Hypes meidet. Ende 2024 lag das Shiller-CAPE-Verhältnis des S&P 500 bei rund 37 – Werte, die zuvor nur zweimal auftraten, am Ende der 1920er-Jahre und im Jahr 2000, jeweils vor markanten Börsenkorrekturen während der Großen Depression und der Dotcom-Blase. Viele Mega-Cap-Technologiewerte, die von Künstlicher Intelligenz profitieren, trugen zu den hohen Kursen bei, was Buffett möglicherweise als überbewertet einschätzte.
Trotz dieser Verkäufe hat sich der S&P 500 im Jahr 2025 erneut im zweistelligen Bereich gesteigert. Langfristig zeigt sich, dass Investitionen in den Index historisch profitabel waren, wie Buffett selbst stets betont hat. Experten sehen daher keinen Grund zur Panik für Anleger zum Jahreswechsel 2026, selbst wenn die Märkte weiterhin hohe Niveaus erreichen. Buffetts Entscheidung muss nicht zwangsläufig als Handlungsanweisung für andere Investoren verstanden werden, sondern spiegelt eher seine Suche nach attraktiven Bewertungen und sicheren Renditen wider.
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