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MAN Deutschland: 1 Milliarde Euro Investition und 2.300 Stellenabbau bis 2035

MAN investiert 1 Mrd. Euro in deutsche Werke, plant sozialverträglichen Abbau von 2.300 Stellen bis 2035 und sichert langfristig Standorte in Deutschland.

von Mike Schwarz
MAN investiert 1 Mrd. Euro in deutsche Werke, plant sozialverträglichen Abbau von 2.300 Stellen bis 2035 und sichert langfristig Standorte in Deutschland.

Der Nutzfahrzeughersteller MAN plant, bis Ende 2030 rund eine Milliarde Euro in seine deutschen Standorte zu investieren und gleichzeitig die Kostenbasis deutlich zu senken, berichten 4thebike.de mit Verweis auf die handelsblatt. Das Unternehmen kündigte an, dass in München, Nürnberg und Salzgitter sozialverträglich insgesamt 2.300 Arbeitsplätze innerhalb der nächsten zehn Jahre abgebaut werden sollen, während die Standorte modernisiert und langfristig gesichert werden.

Die Vereinbarung über die Investitionen und den Stellenabbau wurde zwischen der Unternehmensleitung, dem Betriebsrat und der Gewerkschaft IG Metall abgestimmt. MAN gehört zur Nutzfahrzeugholding Traton, die Teil des Volkswagen-Konzerns ist. Das Unternehmen betont, dass Investitionen und Einsparungen parallel erfolgen sollen, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Standorte dauerhaft zu gewährleisten.

Kernpunkte der Vereinbarung umfassen:

  • Investitionen von rund einer Milliarde Euro in deutsche MAN-Standorte bis 2030
  • Abbau von 2.300 Arbeitsplätzen in München, Nürnberg und Salzgitter über zehn Jahre
  • Umsetzung des Abbaus überwiegend über altersbedingtes Ausscheiden und natürliche Fluktuation, ohne betriebsbedingte Kündigungen
  • Beschäftigungsgarantie bis Ende 2035
  • Geplante Kostensenkungen von etwa 900 Millionen Euro bis 2028

Laut Unternehmensangaben sollen die Einsparungen vor allem durch geringere Sach- und Materialkosten erzielt werden. Bis 2028 rechnet MAN mit einer Entlastung der Kostenstruktur um rund 900 Millionen Euro. Ziel sei es, Effizienzpotenziale zu heben, ohne die industrielle Basis in Deutschland zu schwächen.

Die IG Metall hatte im November davor gewarnt, dass bei MAN in Deutschland innerhalb eines Jahrzehnts bis zu 3.000 Arbeitsplätze verloren gehen könnten. Gleichzeitig wurde die mögliche Verlagerung von Produktionsumfängen nach Osteuropa kritisch betrachtet. Vor diesem Hintergrund sichert MAN zu, dass weiterhin Neueinstellungen geplant sind.

Das Unternehmen betonte, dass es auch in den 2030er-Jahren ein bedeutender Arbeitgeber in Deutschland bleiben wird. Nach aktueller Planung soll die Belegschaft Mitte der 2030er-Jahre rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassen. Die zugesagten Investitionen sollen in die Modernisierung der Werke fließen und die Transformation des Unternehmens absichern, während die vereinbarten Sparmaßnahmen die wirtschaftliche Stabilität erhöhen sollen.

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