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Sony schließt Bluepoint Games in Austin: Entwickler von Demon’s Souls Remake betroffen

Sony schließt das US-Studio Bluepoint Games in Austin, Entwickler von Demon’s Souls Remake. 70 Mitarbeitende betroffen, Schließung wegen Marktveränderungen.

von Mike Schwarz
Sony schließt das US-Studio Bluepoint Games in Austin, Entwickler von Demon’s Souls Remake. 70 Mitarbeitende betroffen, Schließung wegen Marktveränderungen.

Sony hat die endgültige Schließung des US-Studios Bluepoint Games angekündigt, das in Austin, Texas, ansässig ist, berichtet 4thebike.de. Von der Maßnahme sind rund 70 Mitarbeitende betroffen. Nach Angaben des Unternehmens erfolgte dieser Schritt nach einer umfassenden internen Geschäftsprüfung, die das zunehmend schwierige Marktumfeld für Videospiele berücksichtigte.

Bluepoint Games hatte sich auf die Erstellung von Remakes und Remaster-Versionen spezialisiert und wurde innerhalb der PlayStation-Studios als technisch versierter Partner geschätzt. Besonders hervorzuheben ist das 2020 erschienene Remake von Demon’s Souls für die PlayStation 5, das die Hardware der Konsole konsequent ausnutzte. Dazu zählten die schnelle NVMe-SSD, die stark verkürzte Ladezeiten ermöglichte, hardwarebeschleunigtes Raytracing für realistischere Licht- und Schatteneffekte sowie die erweiterte CPU- und GPU-Leistung für detaillierte Umgebungen und stabile Bildraten.

Auch frühere Projekte wie die Neuauflagen von Shadow of the Colossus oder diverse HD-Collections zeichneten sich durch umfassend modernisierte Assets, überarbeitete Beleuchtungssysteme und angepasste Rendering-Pipelines aus. Bluepoint kombinierte dabei das originale Leveldesign der Titel mit zeitgemäßer Grafiktechnologie, hochauflösenden Texturen und optimierter Performance für aktuelle Konsolengenerationen.

Sony hatte Bluepoint Games bereits 2021 übernommen, nachdem das Studio zuvor mehrfach erfolgreich mit PlayStation kooperiert hatte. Die Entscheidung zur Schließung begründet Sony mit steigenden Entwicklungskosten, veränderten Spielergewohnheiten und einem verlangsamten Wachstum in der Branche. Moderne AAA-Spiele benötigen zunehmend hochkomplexe Engines, fotorealistische Assets, Motion-Capture-Technik und umfangreiche Qualitätssicherung, was sowohl die Budgets als auch die Entwicklungszeiten deutlich erhöht. Gleichzeitig verschiebt sich das Nutzerverhalten hin zu langfristigen Online-Plattformen, Free-to-Play-Modellen und abonnementbasierten Diensten.

Bluepoint ist das vierte Studio, das PlayStation in den vergangenen Jahren geschlossen hat. Trotz der Schließung hat Sony in den jüngsten Geschäftszahlen sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnprognose im Gaming-Bereich angehoben. Zudem verzeichnete der Konzern einen deutlichen Anstieg des Gesamtgewinns im Jahresvergleich.

Mit der Schließung verliert PlayStation ein Studio, das insbesondere durch seine technische Präzision bei der Modernisierung klassischer Spiele bekannt war. Die strategische Neuausrichtung deutet darauf hin, dass Sony seine Ressourcen künftig stärker auf Projekte konzentrieren möchte, die langfristig skalierbar und wirtschaftlich nachhaltig sind. Analysten erwarten, dass der Konzern künftig verstärkt auf digitale Dienste, abonnementbasierte Modelle und eigenständige IP-Entwicklungen setzen wird.

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