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US‑Botschaft in Bagdad getroffen, 12 Tote im Libanon nach israelischem Luftangriff – Iran‑Konflikt eskaliert

US-Botschaft in Bagdad getroffen, 12 Tote im Libanon, Raketenangriffe auf Israel und Katar – Iran-Konflikt spitzt sich in der Region weiter zu.

von Mike Schwarz
US-Botschaft in Bagdad getroffen, 12 Tote im Libanon, Raketenangriffe auf Israel und Katar – Iran-Konflikt spitzt sich in der Region weiter zu.

Der Iran-Konflikt weitet sich weiter in der gesamten Region aus. In der irakischen Hauptstadt Bagdad wurde das Gelände der US-Botschaft Ziel eines Angriffs; der Hubschrauberlandeplatz auf dem Gelände wurde offenbar von einer Rakete oder Drohne getroffen, wie Sicherheitskreise berichten. Aufnahmen der Nachrichtenagentur AP zeigten eine aufsteigende Rauchsäule, während die Botschaft bislang keine Stellungnahme abgab. Dies ist bereits der zweite Angriff auf den Botschaftskomplex in Bagdad innerhalb von zwei Wochen, kurz nachdem zwei Kämpfer einer einflussreichen pro-iranischen Gruppe in der Stadt getötet worden waren, 4thebike.de, mit Verweis auf tagesschau.

Zeitgleich kam es im Süden des Libanon zu einem israelischen Luftangriff, bei dem mindestens zwölf Mitarbeiter des Gesundheitswesens getötet wurden. Laut Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums handelte es sich bei den Opfern um Ärzte, Krankenschwestern und Sanitäter, die in einer Einrichtung zur medizinischen Grundversorgung tätig waren. Es war nach Ministeriumsangaben der zweite Angriff auf medizinische Einrichtungen binnen weniger Stunden, zuvor waren zwei Sanitäter der pro-iranischen Hisbollah sowie der Amal-Bewegung bei einem Angriff in Sawaneh getötet worden.

Die Hisbollah feuerte am Freitag erneut Raketen auf Israel ab. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte hatte die Schiiten-Miliz in der Nacht zuvor den bislang größten Raketenangriff auf Israel seit Beginn des Iran-Krieges ausgeführt. In einer Fernsehansprache erklärte Hisbollah-Chef Naim Kassem, man habe sich auf eine langwierige Konfrontation eingestellt, und Israel müsse mit „Überraschungen auf dem Schlachtfeld“ rechnen.

In der Nacht zum Samstag startete der Iran eine weitere Welle ballistischer Raketenangriffe auf Israel, wie iranische Staatsmedien berichteten. Die israelische Armee entdeckte mehrere aus dem Iran abgeschossene Raketen und aktivierte die Luftabwehrsysteme. Die islamistische Hamas-Miliz im Gazastreifen forderte den Iran auf, Angriffe auf Nachbarländer einzustellen. Teheran habe zwar das Recht, sich gegen israelische und US-Angriffe zu verteidigen, aber auf Attacken auf Nachbarstaaten sollte verzichtet werden, hieß es in einer Erklärung.

Auch das Golfemirat Katar war betroffen: Die katarischen Streitkräfte fingen über der Hauptstadt Doha zwei Raketen ab. AFP berichtete von Explosionen in den frühen Morgenstunden, woraufhin wichtige Stadtbereiche evakuiert wurden. Sicherheitskräfte wurden vor Niederlassungen großer US-Konzerne postiert. Im zentralen Stadtteil Muscheireb erhielten Einwohner Warnungen, sich unverzüglich an sichere Orte zu begeben. Unter anderem befinden sich dort Niederlassungen von Google und American Express. In Lusail nördlich von Doha sicherten Polizisten die Eingänge der katarischen Microsoft-Niederlassung.

Zuvor hatte die iranische Armee Angriffe auf wirtschaftliche Ziele der USA und Israels angekündigt, nachdem Berichte über einen Angriff auf eine Bank in Teheran durch US-israelische Streitkräfte bekannt wurden. Auf der iranischen Insel Kharg wurden bei US-Luftangriffen mehr als 90 militärische Ziele getroffen, darunter Lager für Seeminen, Raketenbunker und diverse militärische Einrichtungen, während die Ölinfrastruktur verschont blieb, teilte das US-Zentralkommando (Centcom) mit.

Zuvor schrieben wir über Streit um Druschba-Pipeline: Ukraine und Ungarn geraten wegen geplanter Inspektion der Ölleitung in Konflikt

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