Startseite DeutschlandNeue Einzelheiten zum Unfall von Laura Dahlmeier: Vater berichtet über Umstände und Folgen

Neue Einzelheiten zum Unfall von Laura Dahlmeier: Vater berichtet über Umstände und Folgen

Nach fünf Monaten nach dem Unfall von Laura Dahlmeier berichtet ihr Vater neue Details und erklärt Umstände der Bergung und ihres Verbleibs am Laila Peak.

von Mike Schwarz
Nach fünf Monaten nach dem Unfall von Laura Dahlmeier berichtet ihr Vater neue Details und erklärt Umstände der Bergung und ihres Verbleibs am Laila Peak.

Die frühere Biathlon‑Olympiasiegerin und Bergsteigerin Laura Dahlmeier, die im Juli dieses Jahres bei einem Bergunglück im pakistanischen Karakorum ums Leben kam, steht erneut im Fokus aufgrund neuer Angaben ihres Vaters zur Tragödie, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf Aussagen aus der „Sport Bild“. Die Entwicklungen und Details zum Unfall und den Bemühungen um Bergung des Leichnams werden weiterhin öffentlich diskutiert und zeigen, wie die Familie und das Umfeld der 31‑Jährigen mit den Folgen des Unglücks umgehen.

Andreas Dahlmeier, Vater der verstorbenen Athletin, äußerte in einem Interview, dass die Anteilnahme am Schicksal seiner Tochter auch fast fünf Monate nach ihrem Tod im Kurpark von Garmisch‑Partenkirchen spürbar sei. Er beschrieb, wie Besucher regelmäßig an den Gedenkort kommen, um Abschied zu nehmen, und betonte, dass er sich nicht allein fühle angesichts der Resonanz aus der Öffentlichkeit. Gleichzeitig gab er Einblicke in seinen persönlichen Umgang mit dem Verlust und die Erinnerung an seine Tochter.

Die Umstände des Unglücks, bei dem die zweimalige Olympiasiegerin und siebenfache Weltmeisterin am Laila Peak im Hushe‑Tal in etwa 5700 Meter Höhe von einem Steinschlag getroffen wurde, führten zu einer sofortigen Reanimation vor Ort, die jedoch erfolglos war. Wetterbedingungen und schwieriges Gelände erschwerten eine Bergung so sehr, dass Helfer die Versuche abbrachen. Dahlmeiers Vater erklärte, er sei überzeugt, dass seine Tochter „an dem Ort begraben sei, wo sie glücklich und frei gewesen sei“, und dass sie vermutlich sofort nach dem Auftreffen des Steins verstorben sei.

Über die Rettungsaktionen hinaus hatten Angehörige und Bekannte auch ohne Erfolg versucht, den Leichnam von Dahlmeier zu bergen. Trotz mehrfacher Anläufe, unter anderem durch erfahrene Bergsteiger in Begleitung des bekannten deutschen Extrembergsteigers Thomas Huber, blieben diese Bemühungen aufgrund anhaltender widriger Bedingungen ohne Ergebnis. Die schwierige topografische Situation und wiederkehrende Gefahrenzonen waren laut Aussagen der Einsatzkräfte die Hauptgründe für das Scheitern der Bergungsversuche.

Neben den familiären Aussagen sind weitere Einzelheiten zur Chronologie des Vorfalls bekannt, darunter, dass Dahlmeier und ihre Seilpartnerin Marina Krauss ursprünglich um günstige Wetterfenster wussten, als sie den Aufstieg und später den Abstieg unternahmen. Während Krauss unverletzt blieb und den Notruf absetzte, verschlechterten sich die Bedingungen schnell, was die sofortige Hilfe und Bergungsarbeiten erheblich behinderte.

Die ehemalige Spitzensportlerin wurde international als außergewöhnliche Athletin gewürdigt, die nach dem Ende ihrer aktiven Karriere weiterhin Outdoor‑Projekte verfolgte. Dahlmeier hinterlässt ein sportliches Vermächtnis und zahlreiche Medaillen aus ihrer Biathlon‑Karriere, zugleich wirft der Umgang mit ihrem Tod an einem der anspruchsvollsten Berge der Welt Fragen zum Risiko und zur Sicherheit im Hochgebirge auf.

Zuvor schrieben wir über Rückruf bei Lidl: Gefährliches „Sansibar Deluxe Thunfisch Carpaccio“ wegen Listerien

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