Startseite DeutschlandNeues Wehrdienstgesetz: Digitaler Fragebogen für 18-Jährige ab 2026 eingeführt

Neues Wehrdienstgesetz: Digitaler Fragebogen für 18-Jährige ab 2026 eingeführt

Ab 2026 müssen 18-Jährige einen digitalen Wehrdienst-Fragebogen ausfüllen. Frauen freiwillig, Männer verpflichtend. Informationen zu Ablauf und Inhalt.

von Mike Schwarz
Ab 2026 müssen 18-Jährige einen digitalen Wehrdienst-Fragebogen ausfüllen. Frauen freiwillig, Männer verpflichtend. Informationen zu Ablauf und Inhalt.

Der Bundestag hat das neue Wehrdienstgesetz beschlossen, nach dem alle im Jahr 2008 Geborenen im kommenden Jahr einen Fragebogen zum Wehrdienst erhalten, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf die Originalquelle ARD Tagesschau. Die Post verschickt die Briefe zunächst an die Meldeadressen, da E-Mail-Adressen vom Staat nicht vorliegen. Jeder Brief enthält einen QR-Code, über den der Fragebogen digital, etwa über das Smartphone, ausgefüllt werden kann. Im Schreiben wird zudem klargestellt, dass der Wehrdienst freiwillig ist und alternativ ein zivilgesellschaftliches Engagement möglich bleibt.

Der digitale Fragebogen enthält bereits ausgefüllte Felder für Name und Anschrift. Die Empfänger müssen ihre E-Mail-Adresse angeben und Informationen zu schulischer Bildung, abgeschlossener Berufsausbildung und Führerscheinstatus machen. Auch Körpergröße, Gewicht und körperliche Fitness werden erfragt. Kernfrage ist das persönliche Interesse an der Bundeswehr, das auf einer Skala von 0 (kein Interesse) bis 10 (hohes Interesse) angegeben werden muss.

Für Frauen ist das Ausfüllen des Fragebogens freiwillig, für Männer verpflichtend. Wer den Fragebogen nicht ausfüllt, erhält Erinnerungen, und es droht ein Bußgeld, da das Unterlassen als Ordnungswidrigkeit gilt. Auch falsche Angaben sind problematisch. Das Verteidigungsministerium betont, dass falsche Angaben wie etwa zu Körpergröße oder Gewicht bei der Musterung auffallen können.

Nach der Eingabe des Fragebogens hängt die weitere Vorgehensweise vom individuellen Interesse ab. Wer ein hohes Interesse angibt, wird in der Regel schneller eingeladen. Am Anfang steht eine Musterung, die künftig nicht mehr in abgelegenen Kreiswehrersatzämtern, sondern in 38 gut erreichbaren Musterungszentren, unter anderem in Innenstädten, erfolgt. Dort werden die jungen Menschen auch über den Wehrdienst informiert und angeworben.

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