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ADAC fordert höhere Spritpreise, um den Umstieg auf Elektroautos zu beschleunigen

ADAC-Präsident Hillebrand fordert höhere Benzin- und Dieselpreise, um die E-Mobilität zu fördern, berichtet 4thebike.de.

von Mike Schwarz
ADAC-Präsident Hillebrand fordert höhere Benzin- und Dieselpreise, um die E-Mobilität zu fördern, berichtet 4thebike.de.

Der ADAC hat überraschend höhere Benzin- und Dieselpreise gefordert, um die Elektromobilität in Deutschland zu fördern, berichtet 4thebike.de. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand, dass steigende CO2-Steuern der richtige Weg seien, um Autofahren in Deutschland teurer zu machen. Gleichzeitig müsse der Fokus auf Elektromobilität liegen und Strom günstiger werden. Hillebrand betonte: „Nur wenn der Ladestrom günstiger als der Sprit wird, kommt die E-Mobilität richtig in Gang.“ Ziel sei es, die Klimaziele Deutschlands zu erreichen.

Autofahren in Deutschland wird zunehmend teurer, nicht nur aufgrund steigender Neuwagenpreise und Versicherungskosten, sondern auch wegen der wachsenden Belastung durch CO2-Steuern auf Kraftstoff. Der Vorschlag des ADAC, Benzin und Diesel zusätzlich zu verteuern, überrascht, weil der Club traditionell die Interessen der Autofahrer vertreten soll. Während die Bedeutung von Elektroautos steigt, fährt bislang nur eine kleine Minderheit der rund 22 Millionen ADAC-Mitglieder elektrisch.

Die neue Position des ADAC ähnelt damit zunehmend den Forderungen von Umweltorganisationen wie der Deutschen Umwelthilfe: Autofahren soll so teuer werden, dass der Umstieg auf E-Autos für die Bevölkerung attraktiv wird. Besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, bei hoher Inflation und sinkenden Spareinlagen, könnte diese Strategie viele Menschen belasten.

Darüber hinaus kritisieren Beobachter die Widersprüchlichkeit der ADAC-Politik. Einerseits werden die Mitglieder auf höhere Spritpreise vorbereitet, andererseits bietet der Club weiterhin Tankrabatte an: Wer bei bestimmten Tankstellenketten tankt, erhält den Liter einen Cent günstiger, mit einer Club-Kreditkarte sogar zwei Cent. Soll der ADAC in seinem neuen „Klima First“-Kurs glaubwürdig bleiben, müsste er diese Rabatte einstellen.

Zuvor schrieben wir über wo sich Gutverdiener in Deutschland Eigentumswohnungen noch leisten können.

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