Startseite DeutschlandWo sich Gutverdiener in Deutschland Eigentumswohnungen noch leisten können

Wo sich Gutverdiener in Deutschland Eigentumswohnungen noch leisten können

Eine Studie zeigt, wo Gutverdiener in Deutschland Eigentumswohnungen kaufen können, wie hoch die Belastung im Verhältnis zum Einkommen ist und welche Regionen besonders teuer oder günstig sind.

von Mike Schwarz
Eine Studie zeigt, wo Gutverdiener in Deutschland Eigentumswohnungen kaufen können, wie hoch die Belastung im Verhältnis zum Einkommen ist und welche Regionen besonders teuer oder günstig sind.

Der Kauf von Eigentumswohnungen in Deutschland ist insgesamt etwas günstiger geworden, dennoch bleibt er insbesondere in den Metropolen für Besserverdiener eine große finanzielle Herausforderung, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf die Spiegel. Laut den Analysen mussten Haushalte mit überdurchschnittlichem Einkommen im Oktober im Schnitt 29 Prozent ihres verfügbaren Nettoeinkommens für die Finanzierung einer Wohnung aufwenden. Damit liegt der Wert unter der Schwelle von 35 Prozent, ab der Immobilien als unbezahlbar gelten, jedoch nur knapp über der 30-Prozent-Marke, die von vielen Verbraucherschützern als empfohlene Belastungsgrenze betrachtet wird.

Die Berechnungen wurden im Auftrag des Finanzierungsvermittlers Interhyp erstellt, der regelmäßig einen sogenannten Erschwinglichkeitsindex für Wohnimmobilien veröffentlicht. Als Referenzwert diente die Unbezahlbarkeitsschwelle von 35 Prozent des Haushaltseinkommens, die mit 100 Punkten im Index festgelegt wurde. Je höher der Indexwert über 100, desto leichter ist Wohneigentum für die betrachtete Haushaltsgruppe finanzierbar. Im Herbst 2025 lag der Index bei 128 Punkten, etwas höher als 2023, aber deutlich unter dem Höchstwert von 221 Punkten aus dem Jahr 2015. Damals konnten Gutverdiener Eigentumswohnungen wesentlich leichter erwerben.

Für die Berechnungen wurde ein Modellhaushalt der oberen Mittelschicht zugrunde gelegt. Dieser Haushalt besteht aus zwei Erwachsenen im Alter von 30 bis 40 Jahren, wobei der Hauptverdiener mehr verdient als 70 Prozent der Bevölkerung, aber weniger als die oberen 30 Prozent. Die zweite Person im Haushalt erhält die Hälfte dieses Einkommens, dazu kommen zwei Kinder.

Regionale Unterschiede sind erheblich. In fünf großen Städten liegt der Erschwinglichkeitsindex weiterhin unter 100, was Eigentumswohnungen quasi unerschwinglich macht: München, Hamburg, Berlin, Frankfurt und Köln. Am günstigsten im Verhältnis zum Einkommen sind Düsseldorf und Stuttgart unter den größten deutschen Städten.

Die teuerste Stadt bleibt München: Dort verschlingt der Kauf einer Eigentumswohnung nach Indexberechnungen 43 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens eines Modellhaushalts. Im Münchner Umland, etwa in Miesbach, Erding oder Fürstenfeldbruck, liegen die Belastungen zwischen 44 und 47 Prozent. Noch höher ist die finanzielle Belastung nur im Kreis Nordfriesland, inklusive der Inseln Sylt und Amrum.

Generell gilt: Je weiter Käufer ins ländliche Umland ausweichen, desto günstiger werden Eigentumswohnungen. In ländlichen Regionen muss ein durchschnittlicher Modellhaushalt im Schnitt 26 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens für die Finanzierung aufwenden.

Zuvor schrieben wir über Lidl startet Feuerwerk-Verkauf ab 29. Dezember 2025 mit Preisen ab 2,49 Euro.

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