Startseite DeutschlandBrandkatastrophe in Crans-Montana: Opfer werden in NRW-Kliniken versorgt

Brandkatastrophe in Crans-Montana: Opfer werden in NRW-Kliniken versorgt

Opfer des Brandes von Crans-Montana werden in NRW-Kliniken behandelt. Köln und Bochum stellen Kapazitäten für Schwerbrandverletzte bereit.

von Mike Schwarz
Opfer des Brandes von Crans-Montana werden in NRW-Kliniken behandelt. Köln und Bochum stellen Kapazitäten für Schwerbrandverletzte bereit.

Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana werden die verletzten Personen nun auch in Kliniken in Nordrhein-Westfalen medizinisch versorgt, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf die 1.wdr. Bereits am Samstag wurde im Krankenhaus Köln-Merheim ein Opfer der Tragödie aufgenommen. Eine Sprecherin der Kliniken Köln bestätigte diese Aufnahme dem WDR.

Darüber hinaus hat das Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum zwei Versorgungsplätze in seinem Zentrum für Schwerbrandverletzte zur Verfügung gestellt, wie die Klinik am Freitag mitteilte. Wann genau die Patientinnen und Patienten per Flugzeug oder Hubschrauber aus der Schweiz ins Ruhrgebiet gebracht werden, steht noch nicht fest. Parallel werden in Baden-Württemberg bereits drei der verletzten Personen behandelt.

Die Verteilung der Brandopfer aus Köln erfolgt nach dem sogenannten Kleeblattkonzept, das Bund und Länder während der Corona-Pandemie entwickelt hatten. Dieses Konzept soll sicherstellen, dass Patienten auch in außergewöhnlichen Notfällen geordnet verteilt werden können. Laut Angaben der Kliniken Köln ist es jedoch unwahrscheinlich, dass in den kommenden Tagen weitere Brandopfer aus der Schweiz nach Nordrhein-Westfalen gebracht werden. Alle Überlebenden mit Verbrennungen haben bereits einen Krankenhausplatz erhalten. Insgesamt sollen bis Sonntag 50 Patientinnen und Patienten zur Behandlung ins Ausland gebracht werden.

Das Krankenhaus Köln-Merheim verfügt über eine der größten Abteilungen zur Behandlung von Verbrennungen in Deutschland. Seit fast 30 Jahren werden dort Patientinnen und Patienten mit schweren Verbrennungen versorgt, und seit 2012 existiert eine spezielle Intensivstation für Schwerverbrannte mit zehn Einzelzimmern.

Das Schwerbrandverletztenzentrum in Bochum wurde 1968 als erste Einrichtung dieser Art in Deutschland gegründet. Jährlich werden dort zwischen 100 und 130 schwer verletzte Menschen stationär behandelt. Die Oberärztin Elisabete Macedo Santos berichtete dem WDR am Freitag, dass regelmäßig Patientinnen und Patienten aus der Ukraine und anderen Krisengebieten aufgenommen werden.

Zuvor schrieben wir über Silvesterfeuer zerstört Amsterdamer Vondelkirche vollständig – Anwohner evakuiert.

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