Startseite DeutschlandWintersturm „Elli“ legt Bahnverkehr lahm und verursacht tödliche Unfälle in Deutschland

Wintersturm „Elli“ legt Bahnverkehr lahm und verursacht tödliche Unfälle in Deutschland

Der Wintersturm "Elli" bringt starke Schneefälle, Glätte und Verkehrsbehinderungen, tödliche Unfälle und Schulausfälle in großen Teilen Deutschlands.

von Mike Schwarz
Der Wintersturm "Elli" bringt starke Schneefälle, Glätte und Verkehrsbehinderungen, tödliche Unfälle und Schulausfälle in großen Teilen Deutschlands.

Der Wintersturm „Elli“ hat weite Teile Deutschlands fest im Griff und sorgt für erhebliche Einschränkungen im Verkehr sowie für gefährliche Wetterbedingungen, berichten 4thebike.de. In vielen Regionen fallen die Schneemengen teils sehr hoch aus, und Glätte auf Straßen stellt Autofahrer, Bahnreisende und Einsatzkräfte vor große Herausforderungen.

Die Deutsche Bahn hat auf die massiven Schneefälle reagiert und den Fernverkehr in Norddeutschland, insbesondere im Großraum Hannover, komplett eingestellt. Laut Angaben des Unternehmens ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte des Nordens betroffen, wodurch der Fernverkehr vorerst nicht möglich ist. Die Maßnahme soll Fahrgäste, Bahnmitarbeiter und Fahrzeuge schützen. In Hannover werden dafür Aufenthaltszüge bereitgestellt, um die Reisenden an den Bahnhöfen zu versorgen. Auch in Ostdeutschland verschärfen sich die wetterbedingten Störungen im Bahnverkehr, wobei im Tagesverlauf weitere Einschränkungen erwartet werden.

Nicht nur der Schienenverkehr ist betroffen: Bundesweit kommt es auf Straßen zu gefährlichen Bedingungen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor spiegelglatten, verschneiten Straßen in vielen Regionen. In einigen Städten wurde der Busverkehr vorsorglich eingestellt. In Bayern führten die winterlichen Straßenverhältnisse zu mehreren schweren Unfällen. In Niederbayern starben zwei Menschen bei einem Frontalzusammenstoß zweier Fahrzeuge, nachdem eines der Autos ins Schleudern geraten war. In der Oberpfalz kam ein weiterer Fahrer ums Leben, als sein Auto von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte. Auch im Raum Hannover ereigneten sich in der Nacht und am frühen Morgen wetterbedingte Verkehrsunfälle, während auf Straßen im Westen Deutschlands am Morgen vergleichsweise wenige Unfälle registriert wurden, da viele Autofahrer den Warnungen des DWD gefolgt und zu Hause geblieben waren.

Die winterlichen Bedingungen führten zudem zu massiven Behinderungen auf Autobahnen. In Osthessen waren nach Angaben der Polizei drei Autobahnen – A7, A4 und A5 – in beiden Richtungen blockiert, da Lastwagen festsaßen oder quer standen. Ein Sprecher erklärte, dass insbesondere der Schwerlastverkehr das Problem verschärfe.

Der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor einer gefährlichen Wetterlage, vor allem für den Norden Deutschlands und die Mittelgebirge. Es wird mit von Südwesten aufkommenden, teilweise kräftigen Schneefällen gerechnet, die sich bis zur Elbe ausbreiten. Bei stürmischem Ostwind sind Schneeverwehungen möglich, die den Verkehr zusätzlich behindern können.

Auch der Schulbetrieb ist erheblich betroffen. In Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Teilen Schleswig-Holsteins fällt der Unterricht großflächig aus. Behörden berichten, dass teilweise Distanzunterricht angeboten wird und für jüngere Kinder Notbetreuung bereitsteht, da Schulbusse nicht fahren können und eine sichere Anreise nicht gewährleistet ist. In Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin kommt es ebenfalls zu Unterrichtsausfällen oder die Eltern haben die Möglichkeit, ihre Kinder vom Unterricht zu entschuldigen. Vereinzelt sind auch Kindergärten und Kitas geschlossen.

Am Wochenende soll sich das Wetter allmählich beruhigen. Der Sturm „Elli“ löst sich langsam auf, wobei am Samstag erneut Schneefälle vor allem im Süden erwartet werden. Am Sonntag prognostiziert der DWD einen Wintertag mit verbreitetem Dauerfrost, der trotz sonniger Abschnitte kalte Temperaturen bringt.

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