Startseite DeutschlandHamburg kämpft mit Glatteis, Tauwasser und massiven Verkehrsproblemen auf A7 und S-Bahn

Hamburg kämpft mit Glatteis, Tauwasser und massiven Verkehrsproblemen auf A7 und S-Bahn

Tauwetter, überfrierende Nässe und Eis sorgen in Hamburg für Staus, S-Bahn-Ausfälle und Feuerwehr-Einsätze.

von Mike Schwarz
Tauwetter, überfrierende Nässe und Eis sorgen in Hamburg für Staus, S-Bahn-Ausfälle und Feuerwehr-Einsätze.

In Hamburg sorgt das Winterwetter weiterhin für erhebliche Einschränkungen auf Straßen und im Schienenverkehr, berichten 4thebike.de mit Bezug auf die nifamc.se. Straßen und Gehwege sind aufgrund von überfrierender Nässe nach Schneefall und Eisregen stark glatt, wodurch der Winterdienst seit den frühen Morgenstunden im Dauereinsatz ist. Zusätzlich führt das Tauwetter zu neuen Herausforderungen und zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr.

Am Elbtunnel kam es zu einem größeren Einsatz: Dort mussten über dem südlichen Tunnelportal gebildete Eisplatten entfernt werden, da sie auf die Fahrbahn zu fallen drohten. Für die Arbeiten wurde die A7 zwischen Hamburg-Waltershof und dem Elbtunnel in Fahrtrichtung Norden vorübergehend gesperrt. Die dadurch entstandenen Rückstaus reichten bis weit nach Harburg, und auch auf der Gegenfahrbahn bildeten sich lange Staus. Auch die Ausweichstrecken über die B4 und B75 waren stark überlastet. Im Bereich des Finkenwerder Rings konnte zeitweise selbst ein Rettungswagen den Stau nicht passieren.

Das Tauwetter hat die Feuerwehr in der gesamten Stadt stark beansprucht. Seit Montagmorgen wurden die Einsatzkräfte 112 Mal alarmiert, um umgestürzte Bäume, herabfallende Äste und Schmelzwasser, das in Wohngebäude eindrang, zu beseitigen. Auf vielen Dächern, Straßen und Gehwegen hatten sich in den vergangenen Tagen große Mengen Schnee angesammelt. In der Nacht führten Tauwetter und Sprühregen dazu, dass das Wasser nicht richtig abfließen konnte, da Regenrinnen und Abläufe teilweise noch zugefroren oder verstopft waren. Das Schmelzwasser suchte sich alternative Wege, drang in Keller ein, stand auf Straßen oder lief durch Dächer in Gebäude.

Bereits am Montag kam es auf der A7 zu mehreren Verkehrsunfällen, bei denen es hauptsächlich zu Blechschäden bei niedriger Geschwindigkeit kam. Nach einer Massenkarambolage mit zwei Verletzten zwischen Henstedt-Ulzburg und Quickborn in Fahrtrichtung Hamburg musste die Autobahn zeitweise vollständig gesperrt werden. Später konnte der Abschnitt wieder freigegeben werden. Bei einem weiteren Unfall waren drei Fahrzeuge beteiligt, wobei zwei Personen verletzt wurden. Eines der Fahrzeuge war ein Viehtransporter mit Rindern, von denen einige getötet werden mussten.

Auch im Schienenverkehr kam es zu Problemen: Am Montagnachmittag blieb eine S-Bahn mit über 500 Fahrgästen aufgrund einer vereisten Stromschiene zwischen den Elbbrücken und Hammerbrook liegen. Der Zug konnte wegen Schnee und Blitzeis nicht evakuiert werden und musste zurück in den Bahnhof Elbbrücken rollen.

Fahrgäste der Hamburger S-Bahn müssen sich auch am Dienstag auf Einschränkungen einstellen. Die Linie S2 fährt weiterhin nicht, während die Linie S5 zwischen Neugraben und Stade während des Berufsverkehrs nur alle 20 Minuten verkehrt. Die Deutsche Bahn weist zudem darauf hin, dass es vereinzelt noch zu Verspätungen und Ausfällen kommen kann.

Zuvor schrieben wir Kaufland und Edeka rufen Spinat und Baguette zurück wegen möglicher Fremdkörper

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