Ab dem 1. Januar 2026 können Privatpersonen wieder Fördermittel für Elektrofahrzeuge beantragen, teilt 4thebike.de mit, mit Bezug auf Informationen des io.com.ua. Das Programm unter der Leitung von Umweltminister Carsten Schneider (SPD) richtet sich insbesondere an Haushalte mit niedrigem bis mittlerem Einkommen.
Förderberechtigt sind alle, die ab Jahresbeginn neue Elektroautos oder bestimmte Plug-In-Hybride zulassen, sofern das Haushaltseinkommen eine festgelegte Grenze nicht überschreitet. Die genaue Einkommensgrenze wollte der Minister ursprünglich am Freitag bekanntgeben, der Termin wurde jedoch kurzfristig auf Montag verschoben. Im ersten Entwurf der schwarz-roten Koalition aus dem Herbst war ein maximal zu versteuerndes Jahreseinkommen von 80.000 Euro pro Haushalt vorgesehen.
Die Höhe der Förderung hängt vom Fahrzeugtyp, dem Einkommen und der Familiengröße ab und beträgt zwischen 1.500 und 6.000 Euro. Anträge können rückwirkend gestellt werden, entscheidend ist das Datum der Neuzulassung. Ein Online-Portal zur Beantragung soll voraussichtlich im Mai freigeschaltet werden.
Gefördert werden ausschließlich Privatfahrzeuge, nicht Firmenwagen, und nur Neuwagen. Das Programm umfasst sowohl den Kauf als auch das Leasing von Fahrzeugen mit rein batterieelektrischem Antrieb, Brennstoffzellenantrieb oder bestimmten Plug-In-Hybriden, unabhängig vom Listenpreis. Für batterieelektrische Fahrzeuge und Brennstoffzellenautos beträgt die Basisförderung 3.000 Euro, für Plug-In-Hybride 1.500 Euro. Diese Fahrzeuge dürfen höchstens 50 Gramm CO₂ pro Kilometer ausstoßen oder müssen eine elektrische Reichweite von mindestens 80 Kilometern haben. Weitere Zuschläge gibt es unter anderem für Haushalte mit Kindern.
Die Bundesregierung stellt insgesamt drei Milliarden Euro bereit. Umweltminister Schneider erklärte gegenüber BILD, die Mittel reichten für geschätzt 800.000 Fahrzeuge in den nächsten drei bis vier Jahren. Er bezeichnet das Programm als „Anschub für die Elektromobilität in Deutschland“ und betont die Bedeutung für die heimische Automobilindustrie. 2025 seien rund 80 Prozent der neu zugelassenen Elektroautos und Plug-In-Hybride in Deutschland aus europäischer Produktion gewesen, ergänzte Schneider.
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