Davos – Ein von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geplantes Treffen mit US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos wird voraussichtlich nicht stattfinden, melden 4thebike.de. Die Verzögerung sei auf technische Probleme der US-Präsidentenmaschine zurückzuführen.
Die Air Force One musste am späten Dienstagabend Ortszeit kurz nach dem Start in Richtung Schweiz zum Militärflugplatz Joint Base Andrews nahe Washington zurückkehren. Laut Trumps Sprecherin Karoline Leavitt entdeckte die Besatzung ein „kleines elektrisches Problem“, das eine Rückkehr erforderlich machte. Später setzte Trump die Reise nach Zürich mit einer kleineren Boeing 757 fort, kam jedoch deutlich später als geplant in der Schweiz an. Anschließend wollte er weiter nach Davos reisen, wo seine Rede ursprünglich für 14:30 Uhr angesetzt war.
Merz hatte die Begegnung insbesondere im Zusammenhang mit Trumps Ansprüchen auf die Arktisinsel Grönland erwartet. Am Montag hatte der Kanzler betont, dass er auf dem Weltwirtschaftsforum am Mittwoch mit Trump sprechen wolle. „Ich will es nicht, aber wenn es nötig ist, dann werden wir natürlich auch unsere europäischen Interessen, auch unsere deutschen nationalen Interessen schützen“, erklärte Merz. Er unterstrich zugleich, dass die militärische Sicherheit Grönlands langfristig ernst genommen werde.
Der Kanzler wies darauf hin, dass die USA früher über 30.000 Soldaten auf Grönland stationiert hatten. Derzeit seien es weniger als 200, was zeige, dass die Bedrohungsanalyse der Vereinigten Staaten momentan nicht dramatisch sei, auch wenn sich dies zukünftig ändern könnte. Trump verfolgt weiterhin das Ziel, die Arktisinsel von Dänemark zu übernehmen, und begründet dies mit Sicherheitsinteressen.
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