Startseite DeutschlandTödliche Glätte-Unfälle auf A44 bei Paderborn: Drei Tote, elf Verletzte und brennender Lkw

Tödliche Glätte-Unfälle auf A44 bei Paderborn: Drei Tote, elf Verletzte und brennender Lkw

Schwere Glätteunfälle auf der A44 bei Paderborn fordern drei Todesopfer, elf Verletzte. Autobahn gesperrt, Rettungskräfte im Dauereinsatz.

von Mike Schwarz
Schwere Glätteunfälle auf der A44 bei Paderborn fordern drei Todesopfer, elf Verletzte. Autobahn gesperrt, Rettungskräfte im Dauereinsatz.

Auf der Autobahn 44 bei Paderborn kam es in den frühen Morgenstunden zu einer Serie schwerer Verkehrsunfälle, bei denen drei Menschen ums Leben kamen und mindestens elf weitere verletzt wurden, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf Bild. Zwischen den Anschlussstellen Marsberg und Lichtenau kollidierten Fahrzeuge ab etwa 1.30 Uhr nachts insgesamt 18 Mal, offenbar ausgelöst durch spiegelglatte Straßenverhältnisse, so die Polizei.

Den ersten Unfall verursachten ein Kleintransporter und ein mit Papier beladener Lastwagen. Der Lkw geriet in Brand, der Fahrer des Kleintransporters konnte nicht mehr gerettet werden und verstarb noch an der Unfallstelle. Der Lkw-Fahrer wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Mehrere Rettungs- und Feuerwehrteams waren stundenlang im Einsatz, um die brennenden Papierrollen aus dem Lastwagen zu bergen und die Feuer vollständig zu löschen.

Auch in Richtung Kassel führten die glatten Straßen zu tödlichen Zusammenstößen. Bei einem weiteren Unfall starben zwei Menschen. Die Polizei machte keine detaillierten Angaben zu den einzelnen Kollisionen. Nach Einschätzung der Ermittler war die Glätte in vielen Fällen der entscheidende Faktor. Die A44 ist derzeit in beide Richtungen komplett gesperrt, der Verkehr wird vorab abgeleitet. Es ist derzeit unklar, wann die Strecke wieder freigegeben werden kann.

Von Teutoburger Wald bis zu den Ostfriesischen Inseln registrierte die Polizei bereits mehrere Hundert Glätteunfälle, auch auf Autobahnen. Der Deutsche Wetterdienst warnte, dass frühestens am Mittag Entwarnung gegeben werden könne. Marco Ellermann, Sprecher der Polizeidirektion Osnabrück, erklärte: „Die Straßenverhältnisse sind aktuell katastrophal. Es ist überall spiegelglatt. Wenn möglich, sollte man zu Hause bleiben, bis sich die Lage wieder beruhigt hat.“ Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net fügte hinzu, dass bereits geringe Mengen Nieselregen auf gefrorenem Boden zu extrem glatten Straßen führen können.

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