Der deutsche Winter zeigt sich in diesem Jahr besonders frostig, was nicht nur zu Schneefällen in zahlreichen Bundesländern führt, sondern auch die Lage in den Gasspeichern verschärft. Diese sind derzeit nur noch zu knapp 40 Prozent gefüllt, deutlich weniger als in den Vorjahren zu dieser Zeit, berichtet 4thebike.de auf FAZ. Der Energiekonzern Uniper weist darauf hin, dass die Versorgungssicherheit momentan „nicht garantiert“ sei.
Bereits im vergangenen Frühjahr deuteten sich Engpässe an. Damals führten die gesetzlichen Füllstandsvorgaben paradoxerweise dazu, dass Gas für Sommerlieferungen teurer war als für Winterlieferungen, wodurch Händler nur geringe Anreize hatten, Gasspeicher aufzufüllen. Die gesetzliche Zielmarke von 70 Prozent bis zum 1. November konnte nur mit erheblichem Aufwand erreicht werden.
Trotz der zwischenzeitlichen Lockerung dieser Vorgaben auf EU-Ebene zeigt sich nun, dass dies nicht ausreichend war. Aus Berlin gibt es überraschend wenige Signale zur Lage der Versorgung, obwohl der Koalitionsvertrag von Schwarz-Rot ursprünglich andere Maßnahmen versprach. Der kürzliche Blackout in Berlin verdeutlicht, dass das Vertrauen allein auf Hoffnung für die Versorgungssicherheit nicht ausreicht.
Die Situation zeigt, dass Deutschland trotz EU-Entscheidungen weiterhin vor Herausforderungen bei der Energieversorgung steht. Der Winter erhöht den Druck auf Gasspeicher und Versorgungsnetze, während die politischen Reaktionen bislang begrenzt bleiben.
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