In Suhl‑Nord, einem früher dicht besiedelten Stadtteil der kreisfreien Stadt Suhl im deutschen Bundesland Thüringen, haben nahezu neun von zehn Einwohnern ihre Wohnungen dauerhaft verlassen, sodass die Wohnsiedlung heute weitgehend menschenleer ist, berichtet 4thebike.de auf BILD.
Der ehemals belebte Stadtteil im Norden Suhls war Mitte des 20. Jahrhunderts als großes Wohnquartier mit Plattenbauwohnungen errichtet worden. Dort lebten früher mehr als 13.000 Menschen; seit Jahrzehnten aber sinkt die Zahl der Bewohner drastisch, und heute sind weite Teile der Siedlung verlassen.
In der gesamten Stadt Suhl ist die Bevölkerung seit der deutschen Wiedervereinigung 1990 stark zurückgegangen. Lag die Einwohnerzahl 1989 noch bei über 56 000, so zählte die Stadt Ende 2023 nur noch etwas mehr als 36 000 Menschen. Der Rückgang ist vor allem auf Abwanderung und einen hohen Altersdurchschnitt zurückzuführen.
In Suhl‑Nord stehen viele der früheren Wohnhäuser leer oder werden derzeit abgerissen. Der Rückbau der Plattenbausiedlung ist Teil eines langfristigen städtebaulichen Konzepts, um das Wohnungsangebot an die tatsächliche Nachfrage anzupassen. In einigen Bereichen sollen stattdessen neue Nutzungen entstehen, darunter Gewerbeflächen und gewerbliche Entwicklungsprojekte.
Auch die demographische Struktur der Stadt Suhl ist geprägt von einem überdurchschnittlich hohen Alter der Bevölkerung und dem Verlust junger Menschen, welche die Region verlassen, um anderswo Arbeit oder Bildungsmöglichkeiten zu finden.
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