Startseite DeutschlandWarnstreik in Frankfurt, Kassel und Wiesbaden: Verdi legt Nahverkehr lahm – Bus und Bahn Ausfälle am 27. und 28. Februar

Warnstreik in Frankfurt, Kassel und Wiesbaden: Verdi legt Nahverkehr lahm – Bus und Bahn Ausfälle am 27. und 28. Februar

In Frankfurt, Kassel und Wiesbaden fällt der Nahverkehr an zwei Tagen aus. Tausende Pendler sind betroffen, Gewerkschaft Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen.

von Mike Schwarz
In Frankfurt, Kassel und Wiesbaden fällt der Nahverkehr an zwei Tagen aus. Tausende Pendler sind betroffen, Gewerkschaft Verdi fordert bessere Arbeitsbedingungen.

Seit dem frühen Morgen stehen Busse und Bahnen in mehreren hessischen Städten still. Vor allem Frankfurt, Kassel und Wiesbaden sind von dem zweitägigen Warnstreik betroffen, der vom kommunalen Verkehrsbereich organisiert wurde, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf sueddeutsche. Tausende Pendler und Fahrgäste mussten auf Alternativen wie S-Bahnen, Regionalzüge oder städtische Buslinien ausweichen, da rund 5.200 Beschäftigte in Frankfurt, Wiesbaden, Gießen, Marburg, Offenbach und Kassel ihre Arbeit niedergelegt haben.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Arbeitsniederlegungen angekündigt, um auf die laufenden Tarifverhandlungen aufmerksam zu machen. Jochen Koppel, zuständiger Verdi-Sekretär, äußerte sich am Freitagnachmittag zufrieden mit der Beteiligung: „Alle haben mitgezogen“, sagte Koppel der Deutschen Presse-Agentur. Der Warnstreik soll, mit Ausnahme von Offenbach, an beiden Tagen andauern. Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft Traffiq hatte die Fahrgäste bereits darauf vorbereitet, dass U-Bahnen und Straßenbahnen 48 Stunden lang nicht verkehren würden.

Auch in Kassel kam es zu erheblichen Einschränkungen. Die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) informierte über Ausfälle auf den Linien 1 bis 29 sowie im RegioTram-Betrieb. Betroffen waren ebenfalls die regionalen Buslinien 11, 17 und 22 im Umland sowie Tramverbindungen nach Vellmar, Baunatal und durch das Lossetal. Zusätzlich waren die AnrufSammelTaxen auf den Linien 90 bis 97 vom Warnstreik betroffen.

In Wiesbaden fiel der Großteil der Buslinien aus. Ausgenommen waren die Linien 5, 28, 39 und 46, die von Partnerunternehmen betrieben werden, sowie die Regionalbusse, wie der Betreiber Eswe Verkehr mitteilte. Auch das an anderen Tagen auf Abruf verfügbare „Wi Mobil“ war betroffen. Einschränkungen könnten dennoch auftreten.

In Gießen, Marburg und Offenbach hingegen sind kaum Auswirkungen zu spüren. Dort gelten andere Tarifverträge, sodass viele Beschäftigte nicht in den Warnstreik einbezogen sind.

Der Tarifstreit dreht sich vor allem um Arbeitsbedingungen. Verdi fordert unter anderem kürzere Wochenarbeitszeiten, angepasste Schichtzeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In Hessen ist der nächste Verhandlungstermin für den 16. März angesetzt.

Zuvor schrieben wir über Sommerzeit 2026 startet am 29. März: Uhrumstellung in Deutschland, Tageslicht & Tiere beachten

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