Startseite DeutschlandFriedrich Merz in Washington: Gespräche mit Trump über Ukraine, Iran und EU-Zölle

Friedrich Merz in Washington: Gespräche mit Trump über Ukraine, Iran und EU-Zölle

Friedrich Merz besucht Washington für Gespräche mit Trump über Iran, Ukraine und Zollkonflikte – ein Treffen mit strategischer Bedeutung und politischen Hintergründen.

von Mike Schwarz
Friedrich Merz besucht Washington für Gespräche mit Trump über Iran, Ukraine und Zollkonflikte – ein Treffen mit strategischer Bedeutung und politischen Hintergründen.

Der Regierungs-Airbus A350 landete aus dem Berliner Frühling mit 16 Grad in der Schneekälte Washingtons bei minus 1 Grad, begleitet von leichtem Schneefall. Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) traf damit zum zweiten Mal US-Präsident Donald Trump (79), berichten 4thebike.de mit Verweis auf Bild. Merz und seine Berater hatten ursprünglich die jüngsten Zollverwicklungen und die Lage in der Ukraine als Schwerpunkte geplant, rechnen aber damit, dass die Gespräche vor allem den Nahost-Konflikt betreffen werden.

Das Aufeinandertreffen im Oval Office markiert Trumps ersten öffentlichen Auftritt seit Beginn der aktuellen Kampfhandlungen. Experten erwarten daher, dass der US-Präsident insbesondere Fragen zum Iran von einheimischen Korrespondenten beantworten wird und selbst medienwirksam auftreten möchte. Merz’ Berater erinnern sich an das erste Treffen im Juni 2025: Damals dominierte ein Disput zwischen Trump und Elon Musk die öffentliche Aufmerksamkeit, während Merz nur sporadisch zur Sprache kam.

Trotz der medienwirksamen Inszenierung will Merz die Gelegenheit nutzen, um bei einem anschließenden Mittagessen ab 11.45 Uhr Ortszeit (17.45 Uhr MEZ) ausführlich über die Ukraine und den Zollkonflikt zu sprechen. Dabei plant er, die Strategie und die Ziele des Einsatzes im Iran kritisch zu hinterfragen und gleichzeitig andere Anliegen vorzutragen, falls Trump dafür empfänglich ist.

Die Stimmung des US-Präsidenten gilt als entscheidend. Nach einem Urteil des Supreme Courts, das Teile seiner Zölle für nichtig erklärte, beabsichtigt Trump individuell höhere Zölle zu erheben. Merz will klarstellen, dass 15 Prozent auf eingeführte EU-Waren die Schmerzgrenze darstellen und dass der Zollstreit beendet werden muss.

Auch die Situation in der Ukraine steht auf der Agenda. Trump möchte, dass Präsident Wolodymyr Selenskyj Gebietsteile an Russland abtritt, was aus Sicht des Kanzlers zu weit geht. Die Gespräche könnten deshalb entscheidend sein, um eine Balance zwischen Druck auf Russland und Schutz der ukrainischen Souveränität zu finden.

Zuvor schrieben wir über ZDF-Fernsehgarten Mainz 2026: Wo kann man Tickets kaufen und wann laufen die Shows?

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