Startseite DeutschlandGüstrow: Prozess gegen Gina H. wegen Mordes an Fabian (8) – Details und Ablauf

Güstrow: Prozess gegen Gina H. wegen Mordes an Fabian (8) – Details und Ablauf

Gina H. steht wegen Mordes an Fabian (8) vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Heimtücke und niedrige Beweggründe vor, Prozess soll bald beginnen.

von Mike Schwarz
Gina H. steht wegen Mordes an Fabian (8) vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Heimtücke und niedrige Beweggründe vor, Prozess soll bald beginnen.

Am 10. Oktober 2025 verschwand der achtjährige Fabian aus Güstrow spurlos, seine Leiche wurde vier Tage später am Rand eines Tümpels bei Klein Upahl verbrannt gefunden, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf Bild. Seit November sitzt die 29-jährige Gina H., ehemalige Partnerin von Fabians Vater, in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Rostock wirft ihr heimtückischen Mord aus niedrigen Beweggründen vor und hat nun offiziell Anklage erhoben.

Den Ermittlungen zufolge soll Gina H. am Morgen des 10. Oktober mit ihrem orangefarbenen Pick-up zu Fabians Wohnadresse gefahren sein, um den Jungen unter einem Vorwand aus dem Haus zu locken. Anschließend habe sie ihn nach Klein Upahl gebracht und zu Fuß zu dem Tümpel geführt, wo sie Fabian mit sechs Messerstichen in den Oberkörper tödlich verletzte. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Gina H. die Tat allein geplant und ausgeführt hat. Um Spuren zu beseitigen, soll sie die Leiche später mit Brandbeschleuniger angezündet haben.

Die Polizei durchsuchte im Rahmen der Ermittlungen auch die Pferdekoppeln der Tatverdächtigen. Staatsanwaltschaftssprecher Harald Nowack erklärte: „Mit der Ansetzung der Gerichtstermine befasst sich jetzt dieselbe Kammer, die bereits die Haftbeschwerde geprüft hat. Sie ist mit dem Fall vertraut, daher gehe ich davon aus, dass der Prozess relativ zeitnah beginnt.“ Spätestens Anfang Mai soll die Hauptverhandlung am Landgericht starten, da Gina H. dann sechs Monate in Untersuchungshaft sitzt und ansonsten grundsätzlich hätte entlassen werden müssen.

Der Anwalt der Beschuldigten, Andreas Ohm (53), legte im Dezember erfolglos eine Haftprüfung und Haftbeschwerde ein. Nach der Anklageerhebung erklärte Ohm gegenüber der Presse: „Ich kenne bisher auch nur die Pressemitteilung. Solange ich die Details der Anklage und der Ermittlungen nicht kenne, kann ich nichts weiter dazu sagen.“ Er erwartet, die Anklage im Laufe der Woche vom Landgericht zugestellt zu bekommen. Telefonisch sei seine Mandantin aktuell nicht erreichbar, sie sei jedoch zuvor darüber informiert worden, dass der Abschluss der Ermittlungen bevorsteht.

Zuvor schrieben wir über Einbruch in Fahrradgeschäft in Neuwied – Polizei sichert hochwertige E-Bikes auf Hunsrück-Autobahn

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