Startseite DeutschlandVer.di-Warnstreik im Nahverkehr: Busse und Bahnen bleiben Donnerstag in Bayern, NRW und Hamburg stehen

Ver.di-Warnstreik im Nahverkehr: Busse und Bahnen bleiben Donnerstag in Bayern, NRW und Hamburg stehen

Ver.di ruft in Bayern, NRW, Hamburg und weiteren Bundesländern zu Warnstreiks im Nahverkehr auf. Busse und Bahnen bleiben am Donnerstag stehen.

von Mike Schwarz
Ver.di ruft in Bayern, NRW, Hamburg und weiteren Bundesländern zu Warnstreiks im Nahverkehr auf. Busse und Bahnen bleiben am Donnerstag stehen.

Die Gewerkschaft Ver.di hat für Donnerstag in mehreren Bundesländern erneut zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Betroffen sind nach aktuellen Angaben insbesondere Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hamburg, wo Busse und Bahnen voraussichtlich ganztägig in den Depots bleiben werden, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf tagesschau. In Hessen soll im Laufe des Tages entschieden werden, ob auch dort Beschäftigte zum Arbeitskampf aufgerufen werden. Für Bremen ist eine entsprechende Entscheidung für Mittwoch vorgesehen. Zuvor hatte Ver.di auch für das Saarland und Brandenburg Warnstreiks angekündigt, wobei die Lage dort noch nicht endgültig geklärt ist; im Saarland fällt die Entscheidung erst am Donnerstag, während in Brandenburg weiterhin unklar bleibt, ob die Verkehrsbetriebe bestreikt werden, so die jüngsten Korrekturen der Ver.di-Landesbezirke.

Bereits am Dienstag kam es in Nordrhein-Westfalen zu Warnstreiks in zahlreichen Regionen, nachdem die Gewerkschaft die Beschäftigten schon in der vergangenen Woche zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen hatte. Gleichzeitig legten am Montag Verwaltungs- und Kundenzentrum-Mitarbeiter in Nordrhein-Westfalen ihre Arbeit nieder, während in Sachsen ebenfalls der Nahverkehr bestreikt wurde. Es handelt sich um den dritten großflächig koordinierten Arbeitskampf im Rahmen der laufenden Tarifverhandlungen im ÖPNV, die Ver.di parallel in allen Bundesländern führt. In Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein konnten bereits Einigungen erzielt werden. Christine Behle, Vize-Vorsitzende von Ver.di, erklärte: „In vielen Ländern stehen wir – im vierten Monat der Tarifrunde – leider immer noch am Anfang. Die Arbeitgeber nennen die Zeiten schwierig, jedoch können wir uns Zögerlichkeit am Verhandlungstisch nicht leisten, Lösungen sind dringend erforderlich.“

Ziel der Gewerkschaft ist es, die hohe Belastung der Beschäftigten zu verringern und die Berufe im öffentlichen Nahverkehr wieder attraktiver zu gestalten. Nur auf diese Weise könne die hohe Personalfluktuation gestoppt und der Mangel an Fahrerinnen und Fahrern bekämpft werden. Die Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden und Verkehrsunternehmen umfassen in den meisten Bundesländern Regelungen zu Arbeitszeiten, Pausenlängen und Ruhezeiten zwischen den Schichten, die sogenannten Manteltarifverträge. Darüber hinaus werden in Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn zusätzliche Verhandlungen über höhere Löhne und Gehälter geführt. Niedersachsen blieb bisher von Arbeitsniederlegungen verschont, da dort bis Ende März eine Friedenspflicht gilt.

Zuvor schrieben wir über Osterfeuer Berlin 2026: Alle Familienfeste, Märkte und Events vom 3.–6. April

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