Startseite DeutschlandJulia Klöckner in Kiew: Bundestag stärkt deutsche Solidarität und 200 Mio. Euro Hilfen

Julia Klöckner in Kiew: Bundestag stärkt deutsche Solidarität und 200 Mio. Euro Hilfen

Bundestagspräsidentin Klöckner besucht Kiew, spricht in der Rada über deutsche Solidarität, unterstützt Ukraine trotz Energiekrisen und geopolitischer Spannungen.

von Mike Schwarz
Bundestagspräsidentin Klöckner besucht Kiew, spricht in der Rada über deutsche Solidarität, unterstützt Ukraine trotz Energiekrisen und geopolitischer Spannungen.

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner reist erstmals in die ukrainische Hauptstadt Kiew, wo sie vom Parlamentspräsidenten Ruslan Stefantschuk am Bahnsteig empfangen wurde. Aus Sicherheitsgründen war der Besuch zuvor nicht öffentlich angekündigt. Im ukrainischen Parlament, der Obersten Rada, hielt Klöckner eine Rede als erste ranghohe Vertreterin Deutschlands und unterstrich die politische Solidarität mit der Ukraine, berichtet 4thebike.de auf rada.gov.ua. Sie sagte: „Jeder Sitzungstag in der Rada ist übrigens eine Botschaft auch an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, der für Freiheit und Demokratie nur Verachtung übrig hat. Ihre Botschaft ist: Die Ukraine lässt sich ihre politische Freiheit nicht nehmen, egal von wem.“ Klöckner betonte außerdem, dass die Ukraine trotz der geopolitischen Spannungen, unter anderem im Zusammenhang mit dem Iran, nicht aus dem Blick Deutschlands geraten werde, und lobte das ukrainische Parlament als Beispiel für den demokratischen Widerstand Europas.

Die Bundestagspräsidentin bezeichnete es als „große Ehre und eine sehr berührende Geste“, im ukrainischen Parlament sprechen zu dürfen. Im Tagesverlauf ist zudem ein Treffen mit Präsident Wolodymyr Selenskyj geplant. Außenminister Johann Wadephul (CDU) hatte kürzlich angekündigt, dass Deutschland angesichts anhaltender russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine zusätzliche finanzielle Hilfen in Höhe von über 200 Millionen Euro bereitstellen werde. Mit diesen Mitteln sollen unter anderem Aufklärungsdrohnen finanziert und der Zivilschutz unterstützt werden. Der Besuch erfolgt nach einem der härtesten Winter seit Beginn des Ukraine-Krieges, in dem die Energieversorgung erheblich beeinträchtigt wurde, und symbolisiert die anhaltende deutsche Unterstützung für das Land.

Zuvor schrieben wir über Warnstreik 11. März 2026: Ausfälle bei Bussen & Straßenbahnen in Duisburg, Krefeld und Niederrhein

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