Startseite GesundheitNeue Influenza-Variante sorgt für frühe und heftige Grippewelle in Europa

Neue Influenza-Variante sorgt für frühe und heftige Grippewelle in Europa

Experten warnen vor starker Grippewelle durch Influenza-Subklade K; Impfung besonders für Risikogruppen empfohlen.

von Mike Schwarz
Experten warnen vor starker Grippewelle durch Influenza-Subklade K; Impfung besonders für Risikogruppen empfohlen.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) warnt vor einer möglicherweise besonders schweren Grippesaison in Europa. Die ersten Fälle der Influenza traten bereits drei bis vier Wochen früher auf als in den letzten beiden Jahren, was Experten auf die Ausbreitung einer neuen Virusvariante zurückführen. Dabei handelt es sich um die sogenannte Subklade K des Influenza-A-Virus. Noch ist nicht abschließend geklärt, wie gefährlich diese Variante genau ist und welche Symptome sie hauptsächlich verursacht. Erste Beobachtungen zeigen jedoch, dass sich Subklade K vor allem in Großbritannien und Norwegen durchsetzt, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf die offiziellen Daten des ECDC.

Edoardo Colzani, Leiter der ECDC-Abteilung für Atemwegsviren, erklärt, dass die Zahl der Influenza-Nachweise in diesem Jahr deutlich früher als üblich ansteige. Dies unterstreiche die Dringlichkeit schneller Schutzmaßnahmen. Eine Grippeimpfung biete sowohl Schutz vor einer Infektion als auch vor der weiteren Verbreitung des Virus. „Wer sich jetzt impfen lässt, schützt sich selbst und andere vor einer schweren Erkrankung in diesem Winter“, betont Colzani.

Besonders empfohlen wird die Grippeimpfung für Risikogruppen wie Menschen über 60 Jahre, Personen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Erkrankungen sowie Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Auch Bewohner und Mitarbeitende von Pflegeheimen und anderen Gesundheitseinrichtungen sollten sich immunisieren lassen. Für Personen außerhalb der Risikogruppen lohnt sich eine Rückfrage bei der Krankenkasse, ob die Kosten für die Grippeimpfung übernommen werden.

Darüber hinaus kann das Tragen von Masken in der Grippesaison sinnvoll sein, insbesondere in öffentlichen Verkehrsmitteln oder in stark frequentierten Einrichtungen. Allgemeine Hygieneregeln wie Niesen in die Armbeuge und gründliches Händewaschen tragen ebenfalls dazu bei, Tröpfchen- und Schmierinfektionen zu verhindern. Gleichzeitig steigt aktuell die Zahl der Corona-Infektionen an, unter anderem durch die neue Variante XFG „Stratus“.

Zuvor schrieben wir über Hitzewallungen bei Stress: ursachen, symptome und was tun gegen hitzegefühl.

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