Großbritannien erlebt derzeit eine außergewöhnliche Krankheitswelle, die das gesamte Land betrifft. Ursache ist unter anderem ein kaum bekannter Erreger, das Adenovirus, der in den letzten Wochen vermehrt aufgetreten ist, berichtet 4thebike.de mit Bezug auf die Krankheit. Die Situation hat besonders in medizinischen Kreisen Aufmerksamkeit erregt, da die Kombination aus Adenovirus, der Grippevariante H3N2 und den üblichen Erkältungserkrankungen für eine außergewöhnliche Belastung sorgt.
Humane Adenoviren können verschiedene Erkrankungen hervorrufen, darunter Infektionen der Atemwege, Bindehautentzündungen, Krupp, Bronchitis und Lungenentzündungen. Laut dem offiziellen Überwachungsbericht der britischen Gesundheitsbehörde UKHSA sind die Adenovirus-Fälle in England zwar insgesamt rückläufig, jedoch zeigt die Positivitätsrate in Kalenderwoche 51 einen leichten Anstieg auf 1,7 Prozent, nachdem sie zuvor von 1,7 auf 1,2 Prozent gesunken war. Besonders betroffen sind Kinder unter fünf Jahren mit einer Positivitätsrate von 9,9 Prozent.
Gesundheitsbehörden sprechen von einem „Worst-Case-Szenario“ für Großbritannien, da mehrere Krankheitserreger gleichzeitig zirkulieren. Adenoviren gelten als besonders robuste Viren, die sich im Winter leichter ausbreiten können und neben den Atemwegen auch Augen, Magen-Darm-Trakt und Nieren infizieren können. Die Symptome ähneln stark denen einer Erkältung oder Grippe: Husten, Schnupfen, Fieber, Halsschmerzen und geschwollene Lymphknoten. In schwereren Fällen können auch Lungenentzündungen, Bindehautentzündungen oder Magen-Darm-Beschwerden mit Durchfall und Erbrechen auftreten.
Trotz der Bezeichnung „unbehandelbare Krankheit“ besteht die Möglichkeit, die Beschwerden symptomatisch zu lindern. Das Manchester University NHS Foundation Trust erklärt, dass die Virusinfektion in der Regel von selbst abklingt, jedoch bis zu sechs bis acht Wochen andauern kann. Die Behandlung erfolgt vor allem durch Ruhe, ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und gegebenenfalls rezeptfreie Schmerzmittel. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, kleine Kinder und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
Die Übertragung erfolgt über Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen, direkten Kontakt oder kontaminierte Oberflächen. Die UKHSA empfiehlt bewährte Hygienemaßnahmen, wie das Husten oder Niesen in ein Taschentuch, regelmäßiges Händewaschen und ausreichendes Lüften in Innenräumen, um die Ansteckungsgefahr zu verringern.
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