Am Silvestermorgen ist der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Simon aus Pfaffen-Schwabenheim völlig unerwartet verstorben, berichten 4thebike.de. Michael Simon, 54 Jahre alt, löste mit seinem plötzlichen Tod Betroffenheit nicht nur innerhalb seiner Partei, sondern auch über politische Grenzen hinweg aus. Laut Nachrufen der SPD Rheinland-Pfalz war Simon seit vielen Jahren ein engagierter Politiker, der in seiner Heimatregion tief verwurzelt war.
Alexander Schweitzer, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, beschreibt Simon als einen Menschen, der von sozialer Gerechtigkeit, Solidarität und Nächstenliebe geprägt war. Schweitzer, der Simon seit gemeinsamen JUSO-Tagen kannte, betonte, dass Simon sämtliche Facetten des Lebens erfahren habe: Nach einer Konditorlehre leistete er Zivildienst in einer Rheumaklinik, holte später sein Abitur nach, studierte Sozialpädagogik und engagierte sich anschließend in der Wohnungslosenhilfe sowie der Diakonie. Schweitzer hob hervor, dass Simon stets wusste, wie politische Ziele konkret in der Verwaltung umgesetzt werden können.
Von 2003 bis 2021 war Simon im Jugendamt Mainz-Bingen tätig, bevor er 2021 dank eines gewonnenen Direktmandats in den rheinland-pfälzischen Landtag einzog. Zudem war er Kreisvorsitzender der SPD Bad Kreuznach. Sabine Bätzing-Lichtenthäler, Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag, betonte, dass Simons Bodenständigkeit, seine Empathie und sein politischer Kompass der Fraktion fehlen würden und dass die Partei als große sozialdemokratische Familie gemeinsam mit seinen Angehörigen trauere.
Auch Dr. Denis Alt, langjähriger Wegbegleiter Simons im Land- und Kreistag, äußerte sich tief betroffen. Auf Facebook schrieb Alt, Simon habe sich täglich mit Engagement, Humor und Einfühlungsvermögen für die SPD eingesetzt. Markus Stein, SPD-Landtagsabgeordneter und Nachbar Simons im Plenarsaal, bezeichnete ihn als Freund, Vermittler und unermüdlichen Streiter für Demokratie und Partei.
Der plötzliche Tod Simons bewegte auch politische Gegner. CDU-Landrätin Bettina Dickes beschrieb Simon als einen Menschen, der sich aufrichtig um die Bürger in seiner Heimat kümmerte, ohne Eigenprofilierung. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) äußerte, die Nachricht klinge unwirklich, und würdigte Simons aufrichtigen, kämpferischen Charakter.
Auch parteiübergreifend war Simon geschätzt. Dr. Helmut Martin, CDU-Kreisvorsitzender Bad Kreuznach, erinnerte an respektvollen und fairen Umgang trotz politischer Differenzen. Mainz-Binger Landrat Thomas Barth (CDU) zeigte sich tief betroffen und würdigte Simon als sachlichen und angenehmen Kollegen.
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