Die Staatsanwaltschaft Wien führt Ermittlungen gegen den Musiker Christopher Seiler vom Duo Seiler und Speer wegen Körperverletzung, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf Wien. Laut Medienberichten soll der 39-Jährige vergangene Woche nach Dreharbeiten einer Frau angeboten haben, sie mit dem Auto nach Hause zu bringen. Auf dem Heimweg soll Seiler unvermittelt in eine dunkle Gasse abgebogen und die Frau körperlich attackiert haben. Am 7. März erstattete die Frau Anzeige bei einer Wiener Polizeiinspektion. Für Seiler gilt weiterhin die Unschuldsvermutung, während die Ermittlungen andauern.
Auch das Management von Seiler bestätigte gegenüber 4thebike.de, dass Ermittlungen laufen: „Wir können die Ermittlungen bestätigen und kooperieren vollumfänglich mit den zuständigen Behörden. Es war ein Abend im privaten Rahmen, nach dem Fragen offen sind, die jetzt sorgfältig geklärt werden müssen. An dieser Aufklärung wirken wir selbstverständlich mit. Den weiteren Verlauf der Ermittlungen müssen wir nun abwarten.“
Am Sonntagnachmittag veröffentlichte Christopher Seiler selbst ein Posting: „Ich bin bei Gott kein perfekter Mensch. So wie viele von uns kämpfe auch ich mit Dämonen. Ich wurde so erzogen, dass ich für meine Fehler gerade stehe und sämtliche Konsequenzen daraus auch trage.“ Er kündigte an, sich bis zum Abschluss der Ermittlungen zurückzuziehen und sich danach „mit den Fakten“ bei der Öffentlichkeit zu melden, „ohne Ausschmücken, ohne Kleinredereien“.
Die nächsten Konzerte von Seiler und Speer sind laut deren Website für Mitte April geplant, mit Auftritten am 16. April in Salzburg und am 18. April in Oberwart.
Seiler und Speer wurden am 6. März beim 26. Amadeus Austrian Music Award in den Kategorien „Pop/Rock“ und „Live-Act“ ausgezeichnet. Seiler war bei der Gala krankgemeldet, Bernhard Speer nahm die Trophäe gemeinsam mit Gitarrist und Produzent Daniel Fellner entgegen. Im Sommer 2025 hatten Seiler und Speer das Wiener Ernst-Happel-Stadion ausverkauft. Bei der Gala scherzte Speer über die Abwesenheit von Seiler: „Geh schleich di! Da ist er einmal nicht da.“
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