Startseite GesundheitBettina Köster (Malaria!) stirbt mit 66: NDW-Ikone und Wegbereiterin der queeren Musikszene

Bettina Köster (Malaria!) stirbt mit 66: NDW-Ikone und Wegbereiterin der queeren Musikszene

Bettina Köster, Sängerin von Malaria! und NDW-Ikone, starb mit 66 Jahren in Italien. Ihr Einfluss auf Punk, New Wave und queere Kultur bleibt unvergessen.

von Mike Schwarz
Bettina Köster, Sängerin von Malaria! und NDW-Ikone, starb mit 66 Jahren in Italien. Ihr Einfluss auf Punk, New Wave und queere Kultur bleibt unvergessen.

Die deutsche Musikerin Bettina Köster, Sängerin der Band Malaria! und prägende Figur der Neuen Deutschen Welle, ist am 16. März 2026 im italienischen Capaccio-Paestum im Alter von 66 Jahren gestorben, berichtet 4thebike.de mit Bezug auf bild. Die Todesursache wurde bislang nicht offiziell bekannt gegeben. Enge Freunde und Weggefährten bestätigten die Nachricht, und Medien berichteten von einer Trauerfeier im kleinen Kreis, die bereits zwei Tage nach ihrem Tod stattfand. Köster wurde auf dem örtlichen Friedhof in Capaccio-Paestum beigesetzt. Während der Zeremonie wurde besonders auf ihre persönlichen Überzeugungen eingegangen, die einen zentralen Bestandteil ihres künstlerischen Schaffens darstellten. Das Grab ist inzwischen öffentlich zugänglich.

Bettina Köster prägte maßgeblich die West-Berliner Musik- und Kulturszene der späten 1970er- und frühen 1980er-Jahre. Sie bewegte sich zwischen Punk, Avantgarde und experimenteller Musik und gehörte zu einem kreativen Netzwerk, das unter anderem Künstlerinnen wie Nina Hagen umfasste. Köster setzte bewusst auf eine minimalistische und nüchterne Bühnenpräsenz. Ihr Stil zeichnete sich durch kühle Ästhetik und klare Strukturen aus, beeinflusst von New Wave, Dub und No Wave, und unterschied sich damit deutlich von vielen ihrer Zeitgenossen.

Bekannt wurde sie zunächst als Mitgründerin des Projekts Mania D, gemeinsam mit Gudrun Gut und Beate Bartel. 1981 entstand daraus die Band Malaria!, die schnell internationale Aufmerksamkeit erlangte. Mit Songs wie „Kaltes klares Wasser“ etablierte sich die Gruppe als eine der prägendsten Formationen der Neuen Deutschen Welle. Kösters markante, tiefe Stimme trug wesentlich zum charakteristischen Klang der Band bei und machte sie unverwechselbar.

Nach der Auflösung von Malaria! blieb Köster künstlerisch aktiv und arbeitete weiterhin in Musik- und Filmprojekten. Sie beteiligte sich an zahlreichen kulturellen Initiativen und blieb eine einflussreiche Figur in der europäischen Kunstszene. Als nichtbinäre Person zählte sie zu den frühen Vertreter:innen, die die queere Kultur in Europa nachhaltig beeinflussten und sichtbar machten.

Zuvor schrieben wir über Israel tötet Irans Geheimdienstminister Chatib nach Laridschani-Angriff – Reaktionen weltweit

Das könnte dir auch gefallen