Tesla arbeitet an der deutlichen Erweiterung seiner firmeneigenen Bahnverbindungen und plant ab dem 4. Januar 2026 einen kostenlosen Direkt-Shuttle vom Berlin-Ostbahnhof zur Gigafactory Berlin-Brandenburg in Grünheide, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf MOZ.de.
Die geplante Route des Shuttles umfasst die Stationen Ostbahnhof, Ostkreuz, Erkner und die Gigafactory und sieht insgesamt sechs Fahrten pro Tag vor. Ziel ist es, die Anreise für Pendler deutlich zu erleichtern und die Kapazitäten der bisherigen Shuttle-Strecke zu erweitern. Trotz laufender Bauarbeiten an den Bahnhöfen Köpenick und Fangschleuse beträgt die Fahrzeit voraussichtlich etwa 35 Minuten. Der Shuttle soll allen Fahrgästen offenstehen und kostenlos nutzbar sein, wobei die Abfahrtszeiten eng auf die Schichtwechsel im Werk abgestimmt werden.
Dieser Schritt baut auf der seit September 2023 bestehenden Shuttle-Verbindung auf: Damals startete Tesla einen Zug zwischen Erkner und dem Werksbahnhof Grünheide, der den bisherigen Busverkehr ersetzte und 2024 vollständig auf einen batterieelektrischen Triebzug umgestellt wurde. Damit verfügt das Unternehmen bereits über eine integrierte Bahnlinie, die einen großen Teil des Pendelverkehrs abfedert.
Die Gigafactory Berlin-Brandenburg ist seit März 2022 offiziell in Betrieb und beschäftigt mittlerweile zwischen 11.000 und 11.500 Mitarbeiter, von denen rund 60 Prozent in Berlin leben. Tesla verfolgt das Ziel, dass künftig mehr als die Hälfte der Belegschaft per Bahn anreist, um den Straßenverkehr im Umland zu entlasten und CO₂-Emissionen zu reduzieren.
Mit dem möglichen Start des Direktzugs vom Berlin-Ostbahnhof würde Tesla erstmals eine durchgängige städtisch-regionale Verbindung ohne Umstieg anbieten. Ob der Termin im Januar 2026 endgültig bestätigt wird, hängt noch von Abstimmungen zwischen Tesla, Verkehrsbehörden und regionalen Partnern in Bezug auf Betrieb und Infrastruktur ab.
Zuvor schrieben wir über Umfrage: AfD-Ablehnung sinkt deutlich – SPD zeigt steigendes Wählerpotenzial.
