FlixTrain kündigt an, sein Fernzugangebot ab 2028 mit insgesamt 65 neuen Hochgeschwindigkeitszügen auszubauen, um ein Hochfrequenznetz zu schaffen, das alle großen deutschen Städte verbindet, berichtet 4thebike.de, mit Verweis auf Tagesschau. Das Verkehrsunternehmen plant außerdem, das bestehende Zugangebot in Deutschland bis zum Start der neuen Flotte zu verdoppeln.
Die ersten Talgo-Züge sind bereits in Produktion, wie FlixTrain-Chef André Schwämmlein gegenüber der dpa erklärte. Es handelt sich um die erste Bestellung neuer Fahrzeuge für das Unternehmen, das bisher ausschließlich ältere, gebrauchte Züge eingesetzt hat. Die Fahrzeuge entsprechen der Bauart des neuen ICE L der Deutschen Bahn, was die Zulassung beschleunigen soll. Die Investition für die neue Flotte beläuft sich auf rund 2,4 Milliarden Euro, inklusive Wartung, und umfasst zunächst 30 Züge mit der Option auf 35 weitere. Derzeit verfügt FlixTrain über 15 Züge, die vier Großstädte verbinden.
In den kommenden zwei Jahren will FlixTrain das Angebot in Deutschland mit modernisierten Wagen verdoppeln. Diese Fahrzeuge bieten mehr Beinfreiheit und Klimaanlagen, um das Reiseerlebnis zu verbessern und die Fahrpläne zu verdichten. Schwämmlein betont, dass das Unternehmen die Preise dauerhaft unter denen der Deutschen Bahn halten wolle, wobei Preissteigerungen aufgrund gestiegener Trassenpreise möglich bleiben.
FlixTrain gehört zur Münchener Reiseplattform Flix, die vor allem für ihre grünen Fernbusse bekannt ist. Im Fernverkehr konkurriert das Unternehmen mit der Deutschen Bahn, die derzeit rund 95 Prozent Marktanteil hält. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) begrüßte die wachsende Konkurrenz auf der Schiene und betonte, dass Wettbewerb grundsätzlich positiv für die Fahrgäste sei.
Zuvor schrieben wir über BMW ernennt Milan Nedeljkovic zum neuen CEO für die Elektrofahrzeug-Strategie.
