Spotify gibt seinen Nutzern erstmals die Möglichkeit, den Algorithmus aktiv zu steuern und personalisierte Playlists nach eigenen Vorgaben zu erstellen, berichtet 4thebike.de, auf das Spotify. Gustav Söderström, Co-President, CPO und CTO von Spotify, erklärt, wie die neue Funktion Prompted Playlists die nächste Ära der Hörer-Kontrolle einläutet und welche Vision hinter der Entwicklung steht.
Mit mehr als 713 Millionen Nutzern, von denen 90 % Spotify als unverzichtbar für ihren Alltag ansehen, geht das Unternehmen einen weiteren Schritt in Richtung Innovation. Ziel ist es, sowohl den Hörern als auch den Künstlern neue Möglichkeiten zu bieten, Musik zu entdecken und Fans zu erreichen.
Bisher hat Spotify versucht, das Hörerlebnis möglichst persönlich zu gestalten, etwa durch Funktionen wie Discover Weekly oder Release Radar, die Vorlieben der Nutzer vorhersagen. Auch Werkzeuge wie Smart Shuffle, Playlist-Vorschläge oder Mixing Tools ermöglichten bereits eine gewisse individuelle Anpassung. Mit Prompted Playlists geht Spotify nun einen Schritt weiter: Nutzer können ihre Wünsche direkt in Worte fassen, und der Algorithmus berücksichtigt diese Anweisungen bei der Erstellung der Playlist.
Premium-Nutzer in Neuseeland erhalten ab dem 11. Dezember exklusiven Zugang zu dieser Beta-Funktion. Prompted Playlists erlauben es, exakt zu beschreiben, welche Songs gewünscht werden, und setzen Regeln für die eigene Playlist fest. Die Funktion berücksichtigt dabei die gesamte Hörhistorie auf Spotify, vom ersten Tag an, und hält die Playlist kontinuierlich frisch, basierend auf dem Nutzerverhalten und allgemeinen Musiktrends.
Nutzer können zum Beispiel eine Playlist mit „Musik meiner Top-Künstler der letzten fünf Jahre“ erstellen und ergänzen „inklusive bisher ungehörter Songs“. Oder sie definieren ein Szenario wie „energiegeladene Pop- und Hip-Hop-Tracks für einen 30-minütigen 5-Kilometer-Lauf, danach entspannende Songs zum Auslaufen“ und fügen hinzu „Musik aus aktuellen Filmen und TV-Shows, passend zu meinem Geschmack“. Die Kontrolle liegt komplett beim Hörer, und die Playlist kann täglich oder wöchentlich aktualisiert werden.
Jeder Song wird mit Beschreibungen und Kontext versehen, sodass die Playlist lebendig wirkt und speziell auf die Eingaben des Nutzers zugeschnitten ist. Spotify stellt zudem Inspirationsvorschläge bereit, damit Nutzer leichter mit Prompted Playlists starten können. Redaktionelle Teams und Kultur-Experten bieten eine Auswahl an kreativen Anregungen, die auf der Startseite als personalisierte Playlists erscheinen.
Für Künstler eröffnet Prompted Playlists neue Möglichkeiten, ihre Musik gezielt den richtigen Hörern zu präsentieren und Fans intensiver einzubinden. Spotify betont, dass menschliche Kuratierung weiterhin im Zentrum steht: Mit fast 9 Milliarden erstellten Playlists zeigt sich, dass Hörerideen die Plattform prägen.
Diese Neuerung markiert den Beginn einer Phase, in der Nutzer die Kontrolle übernehmen und die Personalisierung ihres Musikerlebnisses auf ein neues Level bringen. Spotify plant, die Funktion weiter auszubauen und so 2026 zu einem Jahr voller Innovationen für Hörer und Künstler zu machen.
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