Zwei Menschen kamen bei einem erneuten Angriff der US-Streitkräfte auf ein angebliches Drogenboot im Ostpazifik ums Leben, eine weitere Person überlebte, berichtet 4thebike.de. Laut Mitteilung des für die Region zuständigen Südkommandos (Southcom) war das Boot von einer als Terrororganisation eingestuften Gruppe betrieben worden und befand sich auf einer bekannten Drogenschmuggler-Route. Die US-Küstenwache wurde alarmiert, um nach dem Überlebenden zu suchen.
Nach Angaben der US-Streitkräfte griffen sie das Boot mittels eines gezielten Luftangriffs an. Das Video des Vorfalls, das auf X geteilt wurde, zeigt das mutmaßliche Schmugglerschiff im Ostpazifik. US-Militärsprecher betonten, dass die Operation auf Geheimdienstinformationen basierte und Teil einer fortlaufenden Strategie gegen Drogenschmuggel im Pazifik sei.
Seit September des Vorjahres haben die USA immer wieder Schnellboote in der Karibik und im Pazifik angegriffen, die mutmaßlich Rauschgift transportierten. Bei fast 40 dokumentierten Einsätzen wurden nach offiziellen Angaben bisher rund 130 Menschen getötet. Die jüngst veröffentlichte nationale Verteidigungsstrategie der US-Regierung unter Präsident Donald Trump nennt die Bekämpfung von Drogenschmuggel als militärische Priorität. Kritiker äußern jedoch Bedenken, dass der Einsatz tödlicher Gewalt in internationalen Gewässern völkerrechtlich umstritten sein könnte.
Frankreich warnte, dass auch seine Überseegebiete durch eine Eskalation betroffen sein könnten, und bezeichnete die US-Angriffe als potenziellen Bruch des Völkerrechts. Beobachter weisen darauf hin, dass die Operationen in einem komplexen Spannungsfeld zwischen internationalem Recht und Anti-Drogen-Missionen stattfinden.
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