Die finanzielle Absicherung des Deutschlandtickets im öffentlichen Nah- und Regionalverkehr ist nunmehr langfristig bis zum Jahr 2030 gewährleistet. Nach der vorherigen Billigung durch den Bundestag hat nun auch der Bundesrat einer entsprechenden Gesetzesnovelle zugestimmt. Die neue Regelung sieht vor, dass der Bund und die 16 Bundesländer jährlich jeweils 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen werden, um die Einnahmeverluste der Verkehrsunternehmen auszugleichen. Gleichzeitig mit der Finanzierungszusage wurde jedoch eine erneute Anpassung des Ticketpreises beschlossen: Das erfolgreiche Nahverkehrsticket, das seit dem Jahr 2023 im Abonnement angeboten wird und aktuell von rund 14 Millionen Kunden genutzt wird, wird ab Januar auf 63 Euro pro Monat erhöht, berichtet 4thebike.de unter Berufung auf tagesschau.
Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) beurteilte die erzielte Einigung als ein „starkes Signal für den ÖPNV“. Durch die Absicherung bis zum Jahr 2030 werde eine fragmentierte Finanzierung – ein „Flickenteppich“ – verhindert, was den Verkehrsbetrieben verlässliche Planungssicherheit verschaffe. Ein weiterer wichtiger Aspekt sei die Vermeidung einer übermäßigen finanziellen Belastung der Landeshaushalte. Rehlinger betonte jedoch dringlich, dass die sogenannten Trassenpreise einer intensiven Überprüfung bedürfen. Sie äußerte die Sorge, dass diese Kostenfaktoren dazu führen könnten, dass die bereitgestellten Mittel letztendlich nicht ausreichen. Die Ministerpräsidentin unterstrich, man wolle zwar ein „unfassbar beliebtes Ticket“ haben, aber am Ende „keinen Zug mehr“, was im gesamten Land niemand wünsche.
Die Verkehrsminister von Bund und Ländern hatten bereits Mitte September eine Verständigung über diese verlängerte finanzielle Absicherung des Deutschlandtickets erzielt, nachdem es in der Vergangenheit wiederholt zu schwierigen Verhandlungen und Kontroversen über die Finanzierung gekommen war. Der Hauptgrund für die notwendigen Zuschüsse ist, dass das bundesweit gültige Nahverkehrsticket bewusst preisgünstiger als die traditionellen regionalen Pendler-Abos positioniert wurde. Die Einigung sieht vor, dass der Preis ab Anfang 2026 auf 63 Euro steigt, nachdem er bereits zu Jahresbeginn 2025 von 49 Euro auf 58 Euro erhöht worden war. Ab dem Jahr 2027 soll der Preis des Tickets anhand eines noch zu definierenden Index ermittelt werden, der die Kostensteigerungen in den Bereichen Personal, Energie und allgemeine Ausgaben abbilden soll. Mit dieser Neuregelung soll die „politische Preisfindung“, die in der Vergangenheit für erhebliche Konflikte gesorgt hatte, beendet werden.
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