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Rentenpaket bleibt unverändert: Bundesregierung signalisiert Kompromiss für Rebellen

Die schwarz-rote Koalition will das Rentenpaket unverändert lassen und bietet Rebellen ein Aktienpaket für private Altersvorsorge.

von Mike Schwarz
Die schwarz-rote Koalition will das Rentenpaket unverändert lassen und bietet Rebellen ein Aktienpaket für private Altersvorsorge.

Die schwarz-rote Koalition will das Rentenpaket unverändert lassen und nächste Woche im Bundestag abstimmen, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf BILD. Kanzler Friedrich Merz machte deutlich, dass der Gesetzentwurf nicht mehr geändert werden soll. Gleichzeitig will die Regierung den Renten-Rebellen innerhalb der Unionsfraktion entgegenkommen.

Konkret sieht ein Entschließungsantrag vor, dass dem Paket ein Baustein hinzugefügt wird, der sicherstellt, dass nicht nur die junge Generation die finanzielle Last der Sicherung des Rentenniveaus trägt. Als Angebot an die Renten-Rebellen wurde beschlossen, ein zehn Milliarden Euro schweres Aktienpaket zur Stärkung der privaten Altersvorsorge der jungen Generation aufzulegen.

Das Rentenpaket selbst bleibt bestehen, enthält die Aktivrente, Mütterrente, Frühstart-Rente sowie die Festlegung der Rentenniveau-Untergrenze von 48 Prozent des Durchschnittslohns bis 2031. Danach sinkt das Niveau, allerdings langsamer aufgrund der Rentengarantie. Experten erwarten dadurch zusätzliche Kosten von über 100 Milliarden Euro bis 2040.

Die Renten-Kommission soll Mitte 2026 Ergebnisse für eine grundlegende Reform präsentieren. Kanzler Merz betont die Bedeutung der Kommission, auf deren Basis eine umfassende Reform der Altersversorgung umgesetzt werden soll. CSU-Chef Markus Söder fordert dabei „keine Denkverbote und keine Tabus“.

Darüber hinaus sollen mögliche Verlängerungen der Lebensarbeitszeit, Anpassungen beim Renteneintrittsalter und Änderungen für langjährig Versicherte geprüft werden. Auch der Nachhaltigkeitsfaktor ab 2031 sowie flexible Übergänge in den Ruhestand stehen auf der Agenda.

Merz zeigt sich zuversichtlich, dass die Renten-Rebellen dem Paket zustimmen. Finanzminister Lars Klingbeil betont, dass die Vereinbarungen gelten müssen und die Haltelinie entscheidend ist, um die Tragfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme langfristig sicherzustellen.

Zuvor schrieben wir über Umfrage: AfD-Ablehnung sinkt deutlich – SPD zeigt steigendes Wählerpotenzial.

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