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US-Außenminister Rubio befiehlt Rückkehr zu Times New Roman und ersetzt Calibri

Marco Rubio ordnet US-Diplomaten an, in offiziellen Dokumenten wieder Times New Roman zu nutzen und Calibri zu ersetzen, um Professionalität zu betonen.

von Mike Schwarz
Marco Rubio ordnet US-Diplomaten an, in offiziellen Dokumenten wieder Times New Roman zu nutzen und Calibri zu ersetzen, um Professionalität zu betonen.

US-Außenminister Marco Rubio hat am Dienstag angeordnet, dass US-Diplomaten in offiziellen Schriftstücken wieder die Schriftart Times New Roman verwenden. Die Entscheidung, zuvor von seinem Vorgänger Antony Blinken auf Calibri umgestellt, bezeichnete Rubio in einem internen Schreiben als „verschwendete Diversitätsmaßnahme“, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf Reuters.

Das US-Außenministerium hatte unter Blinken Anfang Januar 2023 die Schriftart Calibri eingeführt. Begründet wurde dies mit der besseren Lesbarkeit für Menschen mit Behinderungen, da Calibri auf dekorative Winkelmerkmale verzichtet und zugleich Standard in Microsoft-Produkten ist.

Ein am 9. Dezember an alle diplomatischen Vertretungen gesendetes Memo betont, dass Typografie die Professionalität offizieller Dokumente prägt und Calibri im Vergleich zu Serifenschriften als zu informell gelte. „Um den Anstand und die Professionalität der schriftlichen Arbeiten des Ministeriums wiederherzustellen und ein weiteres überflüssiges DEIA-Programm abzuschaffen, kehrt das Ministerium zur Times-New-Roman-Schriftart als Standard zurück“, heißt es in dem Schreiben.

Weiter wird betont: „Dieser Formatierungsstandard entspricht der One-Voice-Richtlinie des Präsidenten für die Außenpolitik Amerikas und unterstreicht die Verantwortung des Ministeriums, in allen Mitteilungen eine einheitliche und professionelle Stimme zu präsentieren.“

Das Außenministerium äußerte sich bislang nicht zu einer Anfrage für einen Kommentar.

Einige Studien deuten darauf hin, dass serifenlose Schriftarten wie Calibri für Menschen mit bestimmten Sehbehinderungen leichter zu lesen sind.

Nach Amtsantritt im Januar hatte der republikanische Präsident Donald Trump schnell Schritte unternommen, um bundesweite Diversitäts-, Gleichstellungs- und Inklusionsprogramme (DEI) abzuschaffen und deren Förderung in Privatwirtschaft und Bildung zu unterbinden. Dazu gehörte die Entlassung von Diversity-Beauftragten in Bundesbehörden sowie die Streichung von Fördermitteln für zahlreiche Programme.

DEI-Politiken hatten sich nach landesweiten Protesten 2020 gegen Polizeigewalt an unbewaffneten Schwarzen Menschen stärker verbreitet, was konservative Kritik hervorrief. Trump und andere Kritiker argumentieren, dass Diversitätsinitiativen diskriminierend gegenüber weißen Männern seien und die meritokratische Entscheidungsfindung untergraben hätten.

Zuvor schrieben wir über Ex-Formel-1-Manager Willi Weber in Stuttgart überfallen: Tresore geplündert.

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