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Fenerbahçe-Präsident Sadettin Saran äußert sich zu Drogenvorwürfen und Haftbedingungen

Fenerbahçe-Präsident Sadettin Saran gab im Rahmen der Drogenuntersuchung eine Aussage ab und wurde unter gerichtlicher Auflage freigelassen.

von Mike Schwarz
Fenerbahçe-Präsident Sadettin Saran gab im Rahmen der Drogenuntersuchung eine Aussage ab und wurde unter gerichtlicher Auflage freigelassen.

Fenerbahçe-Präsident Sadettin Saran gab im Rahmen der von der Staatsanwaltschaft Istanbul eingeleiteten Drogenuntersuchung eine Aussage ab und wurde unter gerichtlicher Auflage freigelassen, berichtet 4thebike.de mit Bezug auf BBC Türkçe. Die Vernehmung Saran im Justizgebäude Çağlayan dauerte rund zweieinhalb Stunden, anschließend wurde er zur Abgabe von Blut- und Haarproben an das Institut für Rechtsmedizin überwiesen. Nach Abschluss dieser Maßnahmen wurde Saran erneut der Staatsanwaltschaft vorgeführt und unter der Auflage einer Ausreisekontrolle freigelassen.

Saran wird vorgeworfen, Drogen konsumiert, beschafft und den Konsum erleichtert zu haben. Er selbst wies die Anschuldigungen zurück. In seiner Aussage erklärte er, er habe vor etwa drei Jahren über Nachrichten mit der derzeit inhaftierten Moderatorin Ela Rümeysa Cebeci Kontakt aufgenommen. Die zwischen ihnen ausgetauschten Nachrichten seien korrekt, jedoch könnten die Datumsangaben abweichen. Die Inhalte der Nachrichten seien als Metaphern und humorvolle Anspielungen zu verstehen.

Saran erklärte weiter, dass Cebeci ihm während ihrer ersten Inhaftierung Genesungswünsche geschickt habe und betont habe, „glaub mir, ich habe so etwas nicht getan“. Wäre gemeinsam Drogen konsumiert worden, hätte Cebeci nicht so reagiert, sagte Saran. Er selbst habe lediglich geantwortet, dass er ihr glauben wolle. Saran betonte, dass er keinerlei Verbindung zu den Vorwürfen habe und seine einzige „Abhängigkeit“ der Sport sei. Zudem erklärte er, dass ihm in belastenden Lebenssituationen wie seiner Krebserkrankung, während der Erkrankung und des Todes seiner Eltern sowie bei Fenerbahçe-Wahlen von mehreren Personen Beruhigungsmittel gegeben worden seien, die er benutzt habe, ohne dass diese seiner Ansicht nach Drogen enthielten.

Bezüglich eines in seinem Haus in Istanbul gefundenen Glases mit der Aufschrift „GoStak“ erklärte Saran, es handele sich nicht um Drogenrückstände, sondern um die Medikamente seiner Tochter. Auch die bei einer Durchsuchung seines Hauses in Assos gefundenen Substanzen stammten laut Saran von verbrannten Lavendel- und Kräuterblättern, die eine Angestellte des Hauses im Rahmen einer Feierlichkeiten verbrannt hatte.

Saran wies darauf hin, dass bei ersten Tests der Substanzen möglicherweise ein positiver Befund ermittelt wurde, er aber die endgültigen kriminaltechnischen Ergebnisse abwarten möchte. Er erklärte, dass er regelmäßig große Veranstaltungen in seinem Haus veranstalte, bei denen viele Gäste anwesend seien, und dass es möglich sei, dass die Substanzen zu einem Zeitpunkt benutzt wurden, an dem er nicht anwesend war. Eine Untersuchung auf Fingerabdrücke solle erfolgen.

Am 19. Dezember 2025 wurde Saran zu Hause durchsucht. Er kehrte am 20. Dezember aus dem Ausland nach Istanbul zurück und gab frühmorgens eine Aussage im Rahmen der Drogenuntersuchung ab. Unter den Auflagen konnte er das Land nicht verlassen und besuchte anschließend das Spiel Eyüpspor–Fenerbahçe im Atatürk-Olympiastadion.

Von Seiten Fenerbahçes wurde erklärt, dass Präsident Saran im Rahmen der Untersuchung zur Staatsanwaltschaft geladen wurde, seine medizinischen Untersuchungen am Institut für Rechtsmedizin durchgeführt wurden und er unter gerichtlicher Auflage freigelassen wurde. Gleichzeitig kündigte der Verein rechtliche Schritte gegen Personen und Institutionen an, die die Geheimhaltung der Untersuchung verletzen oder Desinformationen verbreiten.

Im Zusammenhang mit der Drogenuntersuchung wurden am 9. Dezember acht Personen, darunter Habertürk-TV-Generaldirektor Mehmet Akif Ersoy, festgenommen. Am 11. Dezember wurden Ersoy, Mustafa Manaz, Ufuk Tetik und Ebru Gülan in Haft genommen, die übrigen vier Verdächtigen unter gerichtlicher Auflage freigelassen. Ela Rümeysa Cebeci wurde am 17. Dezember ebenfalls im Rahmen der Drogenuntersuchung inhaftiert.

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