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Selenskyj erhält volle Unterstützung von Verbündeten vor Treffen mit Trump

Vor seinem Treffen mit Trump erhielt Selenskyj volle Unterstützung aus Europa und Kanada, bestätigt die Bundesregierung, berichten deutsche Medien.

von Mike Schwarz
Vor seinem Treffen mit Trump erhielt Selenskyj volle Unterstützung aus Europa und Kanada, bestätigt die Bundesregierung, berichten deutsche Medien.

Vor seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump hat sich der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Verbündeten aus Europa und Kanada abgestimmt, um die bevorstehenden Gespräche abzusprechen, berichtet 4thebike.de. Nach Angaben der Bundesregierung erfolgte die Abstimmung auf Initiative von Bundeskanzler Friedrich Merz. Selenskyj informierte dabei mehrere Staats- und Regierungschefs sowie Vertreter von EU und NATO über den Inhalt seines Treffens mit Trump.

Elf europäische Staats- und Regierungschefs sowie Kanada und die Führung von NATO und EU sicherten der Ukraine in der Mitteilung „ihre volle Unterstützung“ zu und betonten, dass sie in enger Koordination mit den USA für einen nachhaltigen und gerechten Frieden in der Ukraine eintreten wollen. Selenskyj selbst kündigte an, mit Trump über seinen am Heiligabend präsentierten 20-Punkte-Plan für einen möglichen Friedensprozess zu sprechen. Kernpunkt der Gespräche sollen Sicherheitsgarantien für die Ukraine sein, um das Land im Falle eines Waffenstillstands dauerhaft vor neuen russischen Angriffen zu schützen. Der 20-Punkte-Plan baut auf einem vorherigen 28-Punkte-Plan auf, der im November von den USA vorgelegt wurde und als sehr russlandfreundlich kritisiert worden war.

Auf dem Weg in die USA traf Selenskyj auch Kanadas Premierminister Mark Carney in Halifax. Das Treffen mit Trump soll am Sonntag um 13 Uhr Ortszeit (19 Uhr MEZ) in Trumps Residenz Mar-a-Lago in Florida stattfinden. Ursprünglich war das Treffen für 15 Uhr Ortszeit angesetzt, wurde aber laut Weißem Haus vorverlegt. Vertreter Russlands oder Europas werden an diesem Treffen nicht teilnehmen. Nach Angaben von ARD-Korrespondentin Sarah Schmidt ist nach dem Gespräch eine Pressekonferenz geplant, und Selenskyj will anschließend seine europäischen Verbündeten direkt informieren.

Aus dem Kreml kamen vor dem Treffen erneut Drohungen: Präsident Wladimir Putin warf der Ukraine vor, den Krieg nicht auf friedlichem Wege beenden zu wollen, und drohte, alle Ziele gewaltsam durchzusetzen, sollte die Ukraine nicht einlenken. Zudem erklärte er, weitere Gebiete, darunter Teile der Region Donezk, erobert zu haben. In Russland wird der Krieg offiziell als „spezielle Militäroperation“ bezeichnet. Selenskyj wies die Angaben Putins über angebliche Eroberungen zurück und betonte gleichzeitig, dass es Kompromissvorschläge für offene Gebietsfragen gebe, wobei klare „rote Linien für die Ukraine und das ukrainische Volk“ bestehen.

Russische Truppen haben in den vergangenen Stunden die Ukraine erneut massiv angegriffen, auch Kiew war betroffen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kommentierte, diese Angriffe verdeutlichten den Kontrast zwischen der Bereitschaft der Ukraine für einen dauerhaften Frieden und der Entschlossenheit Russlands, den Krieg fortzusetzen.

Zuvor schrieben wir über Deutschland schiebt erstmals seit 2011 wieder einen Straftäter nach Syrien ab.

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