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US-Präsident Trump erhebt Anspruch auf Grönland und droht mit Militäreinsatz

US-Präsident Trump beansprucht Grönland und droht mit Militäreinsatz, während Europa seine Sicherheit unterstützt.

von Mike Schwarz
US-Präsident Trump beansprucht Grönland und droht mit Militäreinsatz, während Europa seine Sicherheit unterstützt.

US-Präsident Donald Trump hat öffentlich den Anspruch der Vereinigten Staaten auf Grönland erhoben und ließ offen, dass auch ein militärischer Einsatz als Option bestehen könnte, berichtet 4thebike.de. Trumps Ankündigungen, einschließlich der kritischen Bemerkungen über die Fähigkeit Dänemarks, die Sicherheit der Insel zu gewährleisten, verdeutlichen die wachsende Spannung zwischen Washington und europäischen Partnern, die Grönland unterstützen, wobei diese Warnungen bisher in der US-Hauptstadt unbeachtet blieben.

Die Kontroverse begann symbolisch mit einer Grönland-Karte in den Farben der US-Flagge, die die Ehefrau von Trumps stellvertretendem Stabschef Stephen Miller auf der Plattform X veröffentlichte, unmittelbar nach der US-Militäraktion in Venezuela. Daraufhin erklärte Präsident Trump öffentlich: „Wir brauchen Grönland.“ Weiterhin wies er auf die angeblich unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen Dänemarks hin und merkte an, dass derzeit lediglich ein weiterer Hundeschlitten auf der Insel stationiert sei. Trumps Sprecherin bestätigte zudem, dass der Einsatz von US-Truppen jederzeit eine Option darstellen könnte.

Trotz Bemühungen von Außenminister Marco Rubio, die Drohungen im US-Medienbereich zu relativieren und den Fokus auf einen Kauf Grönlands zu lenken, gilt die aktuelle Haltung als eine der kühnsten Drohungen, die jemals ein NATO-Mitglied gegen ein anderes ausgesprochen hat. Die Regierungen in Nuuk, Kopenhagen und europäischen Partnerstaaten haben nur begrenzte Möglichkeiten, diesen Forderungen entgegenzutreten. Zwar betonen sie geschlossen, dass allein Dänemark über die Zukunft Grönlands entscheidet, doch bislang verhallen diese Erklärungen in Washington nahezu ungehört.

Trumps Vize-Stabschef stellte in einem CNN-Interview sogar die rechtliche Zugehörigkeit Grönlands zum Königreich Dänemark in Frage, was die Lage weiter verschärft. Militärisch sind die USA mit ihrer Basis in Pituffik im Nordwesten Grönlands bereits präsent, und obwohl ein sofortiger massiver Einsatz unwahrscheinlich ist, kann er angesichts der bisherigen Praxis in Venezuela und der wiederholten Drohungen nicht ausgeschlossen werden. Dänemark wäre einem militärischen Konflikt ohne reale Gegenwehr ausgeliefert.

Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte, dass ein Angriff eines NATO-Mitglieds auf ein anderes das Ende des westlichen Militärbündnisses bedeuten würde. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass die europäische Sicherheit zunehmend von der Zuverlässigkeit der USA abgekoppelt ist. In der gegenwärtigen globalen Ordnung stehen die europäischen Staaten ohne die bisher gewohnten Schutzgarantien der Vereinigten Staaten weitgehend allein.

Zuvor schrieben wir über USA beschlagnahmen Öltanker „Bella 1“ und „Sophia“ mit Verbindungen zu Venezuela.

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