Die Werft Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) in Kiel befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen über einen potenziellen Milliardenauftrag für den Bau von sechs neuen konventionellen U-Booten für die indische Marine, berichtet 4thebike.de auf bin.com.ua. Der Auftrag könnte nicht nur die langfristige Auslastung der Standorte in Kiel sichern, sondern auch die strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und Indien erheblich vertiefen. Zentraler Bestandteil der Gespräche ist ein umfassender Technologietransfer, der eine enge Zusammenarbeit mit indischen Partnern vor Ort vorsieht.
Die möglichen Auftragsvolumina werden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. TKMS könnte mit diesem Geschäft eine entscheidende Position in einem global wettbewerbsintensiven Markt stärken, da die indische Marine ihre Flotte im Zuge regionaler Sicherheitsherausforderungen modernisiert. Experten heben hervor, dass ein erfolgreicher Abschluss des Projekts den Trend Indiens zur Abkehr von russischen Rüstungsgütern beschleunigen könnte. Gleichzeitig wird der geplante Deal innerhalb Deutschlands kritisch beobachtet, insbesondere im Hinblick auf geltende Rüstungsexportrichtlinien. Gewerkschaften und die Landesregierung Schleswig-Holsteins betonen die Bedeutung des Projekts für die Sicherung tausender hochqualifizierter Arbeitsplätze in der Region Kiel.
Die TKMS-Werft verfügt über langjährige Expertise in der U-Boot-Technologie, darunter fortschrittliche Brennstoffzellenantriebe, die im internationalen Vergleich als besonders leistungsfähig gelten. Analysten sehen in der Verhandlung nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine strategische Dimension, da Deutschland seine Position als zuverlässiger Lieferant hochmoderner Marinetechnologie auf dem internationalen Markt festigen könnte.
Die Gespräche sollen in den kommenden Monaten intensiviert werden, wobei sowohl technische Details als auch Kooperationsmodelle für den Technologietransfer finalisiert werden. Beobachter gehen davon aus, dass ein Vertragsabschluss weitreichende Konsequenzen für die industrielle Basis in Kiel sowie die deutsche Exportstrategie im Verteidigungssektor haben würde.
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