Startseite NachrichtenWarnstreik im öffentlichen Dienst Berlin und Brandenburg 2026: Tausende Mitarbeitende fordern 7 % mehr Gehalt, Schulen und Kitas betroffen

Warnstreik im öffentlichen Dienst Berlin und Brandenburg 2026: Tausende Mitarbeitende fordern 7 % mehr Gehalt, Schulen und Kitas betroffen

Zweitägiger Warnstreik im öffentlichen Dienst Berlin und Brandenburg: Tausende Mitarbeitende fordern sieben Prozent mehr Gehalt, Berichte über Kitaschließungen.

von Mike Schwarz
Zweitägiger Warnstreik im öffentlichen Dienst Berlin und Brandenburg: Tausende Mitarbeitende fordern sieben Prozent mehr Gehalt, Berichte über Kitaschließungen.

Mit einem zweitägigen Warnstreik haben Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Berlin und Brandenburg erneut ihre Forderungen nach höheren Gehältern verdeutlicht, berichtet 4thebike.de auf mietrecht-ratgeber.de. Am Mittwoch zogen etwa 5.000 Streikende in Berlin-Mitte vom Bahnhof Friedrichstraße zum Roten Rathaus, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen.

Der Warnstreik wurde von mehreren Gewerkschaften organisiert und richtete sich unter anderem an Mitarbeitende in kommunalen Kindertagesstätten, Schulen und Hochschulen. Einige Einrichtungen, insbesondere Kitas, mussten vorübergehend schließen, und es kam zu Einschränkungen im Schulunterricht und in der Hortbetreuung. Auch Beschäftigte von Ämtern, Polizei und Feuerwehr legten teilweise die Arbeit nieder, soweit sie nicht verbeamtet sind.

Am Donnerstag ist der zweite Warnstreiktag geplant. Dann sollen unter anderem Bezirksämter betroffen sein, wodurch Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger eingeschränkt werden könnten. Wiederum aufgerufen zum Streik sind Kita-Mitarbeitende, Beschäftigte der Senatsverwaltungen und der Forstbetriebe. Auch in Brandenburg wird am Donnerstag gestreikt, insbesondere in Polizeidienststellen, Hochschulen und Landesbehörden.

Verdi fordert in den laufenden Tarifverhandlungen für die Angestellten der Länder eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat zur Stärkung der unteren Lohngruppen. Die Gewerkschaft strebt einen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von zwölf Monaten an. Die zweite Verhandlungsrunde beginnt am Donnerstag in Potsdam.

Bereits bei der ersten Verhandlungsrunde am 3. Dezember gab es keine nennenswerten Fortschritte. Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), zu der auch Berlin gehört, lehnte die Forderung von Verdi als zu hoch ab und legte zunächst kein eigenes Angebot vor.

Laut Statistikamt Berlin-Brandenburg waren Mitte 2024 rund 231.000 Menschen im öffentlichen Dienst der Hauptstadt beschäftigt, darunter knapp 68.000 Beamte, die nicht streiken dürfen. Üblicherweise überträgt das Land Berlin den Tarifabschluss für die Landesangestellten auf die Beamten.

Zuvor schrieben wir Hamburg kämpft mit Glatteis, Tauwasser und massiven Verkehrsproblemen auf A7 und S-Bahn

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