Ein 19-jähriger Student, der eine Stalking-Kampagne gegen zwei Mitarbeiter des Petroc College in North Devon gestartet hatte, wurde zu einer dreijährigen gemeinnützigen Maßnahme verurteilt, berichtet 4thebike.de mit Verweis auf ВВС.
Ethan Fenwick aus Swan Avenue in Tiverton, Devon, soll die beiden Mitarbeiter sowohl physisch belästigt als auch Deepfake-Sexualbilder und KI-Chat-Versionen der Betroffenen erstellt haben, um sie „zu verunsichern und zu erschrecken“, teilte die Polizei mit. Fenwick bekannte sich am 30. September 2025 vor dem Exeter Crown Court in zwei Fällen von Stalking schuldig, die ernsthafte Angst oder Belästigung im Jahr 2024 zur Folge hatten.
Das Gericht verhängte eine gemeinnützige Maßnahme, bestehend aus einem Rehabilitationsprogramm und 150 Stunden unbezahlter Arbeit, sowie lebenslange Kontaktverbote gegen Fenwick. Detective Constable Andrew Stacey von der Devon & Cornwall Police bezeichnete den Fall als „äußerst beunruhigend“, da die Opfer sowohl physisch als auch online verfolgt wurden.
Das erste Opfer berichtete der Polizei, dass Fenwick sie zu Dates aufgefordert, Freundschaftsanfragen über soziale Medien gesendet und sie 2024 heimlich gefilmt habe. Darüber hinaus erhielt sie weitere Anfragen von zwei Social-Media-Konten, von denen eines drohte, beide Opfer zu entführen, und das andere, sie „an die Wand zu drücken und ihren Körper zu benutzen“.
Ein weiteres Mitglied des College-Personals berichtete, dass Fenwicks Verhalten sie während der Zeit am College unwohl habe fühlen lassen. Die Polizei bestätigte, dass beide Mitarbeiter durch sein Verhalten „ängstlich und verstört“ waren, wobei eine von ihnen ihre Stelle aufgab.
Die Ermittler gingen davon aus, dass die Social-Media-Konten Fenwick gehörten, und nahmen ihn an seiner Wohnadresse fest. Bei der Analyse seiner Geräte wurden über 1.000 heimlich aufgenommene Bilder von Studenten und Mitarbeitern des Colleges gefunden. Viele dieser Bilder waren digital bearbeitet, collagiert oder mit Bildern aus sozialen Medien kombiniert.
Besonders erschreckend seien Bilder gewesen, auf denen der Kopf eines Opfers neben pornografischen Darstellungen montiert wurde. Zudem erstellte Fenwick KI-Versionen seiner Opfer, die über eine Chatfunktion verfügten, sodass er mit deren fiktiven Persönlichkeiten interagieren konnte. Er nutzte dazu heimlich erfasste Audio- und Bildmaterialien und lud diese auf einer KI-Website hoch.
Die Exeter and North Devon Colleges (ENDC) Group, die das Petroc College betreibt, erklärte, dass der Fall vor der Gründung der Gruppe stattgefunden habe und man sich daher nicht zu Einzelfällen von Studenten oder Mitarbeitern äußern könne. Die Sicherheit und das Wohlbefinden von Studenten und Mitarbeitern sei jedoch stets oberstes Gebot.
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